24. April 2006

BUND fordert mehr Engagement im Baum- und Alleenschutz

Potsdam, 24.04.2006:

Anlässlich des morgigen internationalen „Tag des Baumes“ fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Landesverband Brandenburg mehr politisches Engagement in Sachen Baum- und Alleenschutz.

Seit 1952 werden in Deutschland jedes Jahr zum „Tag des Baumes“ Bäume gepflanzt. In diesem Jahr wird Bundeskanzlerin Angela Merkel im Berliner Grunewald eine seltene Schwarzpappel – den Baum des Jahres 2006 – pflanzen.

Der BUND begrüßt dieses öffentliche Engagement für den Baumschutz, betont aber gleichzeitig, dass sich der Einsatz für Bäume und Alleen nicht auf Einzelaktionen beschränken dürfe, sondern in der Politik umgesetzt werden müsse. Noch immer werde der Baum- und Alleenschutz vernachlässigt.

Ein Beispiel dafür sei die im Jahr 2004 geänderte Brandenburgische Baumschutzverordnung. Darin wurde der Baumschutz wesentlich abgeschwächt, im Besonderen wurde die Fällung von Bäumen auf Wohngrundstücken weitgehend frei gegeben. Im Ergebnis berichteten viele Gemeinden von einem Kahlschlag.

Auch der Alleenschutz komme bundesweit nicht voran. Nur in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern seien Alleen gesetzlich geschützt. Der BUND Brandenburg fordert den bundesweiten Schutz der Alleen und die Einführung eines „Tag der Allee“, um auf die Gefährdung dieses Kulturlandschaftsgutes hinzuweisen. Falsche Pflege, Fällungen, fehlende Nachpflanzungen und der winterliche Tausalzeinsatz bedrohten allein in Brandenburg rund 12.000 Alleenkilometer.

Der BUND engagiert sich seit vielen Jahren im Baum- und Alleenschutz. Wer dabei Unterstützung leisten will, kann für nur 3 Euro im Monat Alleen-Pate werden. Mehr Informationen unter www.bund.net/alleen.

Weitere Informationen: Zu den Auswirkungen der geänderten Baumschutzverordnung in Brandenburg finden Sie hier unsere Pressemitteilung vom 27.03.2006.

Pressekontakt: Axel Kruschat, Geschäftsführer BUND Brandenburg, Tel. 0331-23700-141, E-Mail: bund.brandenburg@bund.net, Sabine Kühns, Pressestelle, Tel. 0331-23700-142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net.




Ihre Spende hilft.

Suche