19. Dezember 2006
Vattenfalls Kettensägen in Lacoma stoppen
Heute morgen begannen nahe der Lacomaer Teiche Baumfällarbeiten zur Vorbereitung des Tagebaus. Die anerkannten Naturschutzverbände versuchen derzeit einen Stop der Arbeiten notfalls gerichtlich herbeizuführen.
„Der Versuch, einer gerichtlichen Überprüfung mit der Motorsäge zuvorzukommen, zeugt von völliger Skrupellosigkeit Vattenfalls gegenüber den Naturschutzinteressen.“ sagt René Schuster von der GRÜNEN LIGA. Ein freiwilliger Verzicht auf Maßnahmen bis Jahresende war noch am Vortag in Aussicht gestellt worden. Stattdessen begann heute morgen eine Waldarbeitsfirma mit der Abholzung von Waldflächen. Die betroffenen Bereiche sind als Überwinterungshabitate geschützter Amphibien und Brutflächen für das Schutzgebiet Lacomaer Teiche von Bedeutung. Dies ist Vattenfall aus den Stellungnahmen der Naturschutzverbände in den Genehmigungsverfahren bekannt.
Gestern hatte das Landesbergamt einen Planfeststellungsbeschluss zur Beseitigung der Lacomaer Teiche für den Braunkohlentagebau Cottbus-Nord erlassen. Die GRÜNE LIGA Brandenburg reicht dagegen beim Verwaltungsgericht Cottbus Klage ein. Sie wird von den Landesverbänden des BUND, NABU, der Naturfreunde sowie von ROBIN WOOD dabei unterstützt. Die Lacomaer Teiche sind eine der ökologisch wertvollsten Landschaften der Region. Ihre Zerstörung durch den Tagebau ist zur Energieversorgung und Arbeitsplatzsicherung nicht erforderlich.
Ansprechpartner:
René Schuster, Grüne Liga 0151-14420487
Axel Kruschat, BUND 0179-5911698
Bettina Dannheim, Robin Wood 0171-8359515