14. Juli 2006

Umweltverbände fordern Erhaltung der Lacomaer Teichlandschaft

Voraussichtlich am 18. Juli 2006 wird das Kabinett den Braunkohleplan Tagebau Cottbus-Nord beschließen. Nach verschiedenen Äußerungen der Landesregierung wird dieser Plan die Zerstörung der 300 Hektar großen Naturoase "Lacomaer Teiche" beinhalten. Der Braunkohleplan ist eine übergeordnete Planung und keine direkte Genehmigung für den Tagebau. Aber bereits hier könnte eine Entscheidung zum Erhalt der Teiche erfolgen.

Darum fordern der BUND Brandenburg und die Umweltorganisation ROBIN WOOD die Ablehnung des Braunkohleplans Tagebau Cottbus-Nord und die Stillegung des Tagebaus. Der weitere Betrieb des Tagebaus ist ökologisch und klimapolitisch verantwortungslos.

Die Lacomaer Teichlandschaft gehört zu den ökologisch wertvollsten Landschaften der Region – eine wahre Oase in der immer trockener werdenden Lausitz. Sie ist als FFH-Gebiet gemeldet und Heimat für 170 Rote-Liste-Arten. Über 5.000 geschützte Rotbauchunken leben hier – das größte Vorkommen in Brandenburg. Rohrdommel und Wiedehopf brüten in Nachbarschaft zum Schwarzstorch und dem europaweit geschützten Eremitenkäfer.

Mit der Braunkohle, die unter dem Teichgebiet liegt, soll unter anderem das Kraftwerk Jänschwalde versorgt werden - eine der größten Dreckschleudern Europas, so der BUND. Dabei sei das Ende des Tagebaus Cottbus-Nord ohnehin längst in Sicht. Bei einer Weiterführung des Tagebaus durch das geschützte Gebiet mit gleicher Auslastung wie in der Vergangenheit könne die Kohleförderung lediglich für wenige Jahre fortgeführt werden. Die geplante Zerstörung der Teichlandschaft sei weder energiewirtschaftlich notwendig noch ökologisch verantwortbar, betonen die Umweltverbände.

 

Weitere Informationen:

BUND Brandenburg, Tel. 0331-23700141, E-Mail: bund.brandenburg@bund.net.

ROBIN WOOD, Bettina Dannheim, Energiereferentin Tel. 040 – 380 89 221, E-Mail: energie@robinwood.de




Ihre Spende hilft.

Suche