24. Mai 2006

Deutliches NEIN zu Atomkraftplänen in Polen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Landesverband Brandenburg hat noch einmal eindringlich vor den Gefahren durch den Bau eines Atomkraftwerkes an der deutsch-polnischen Grenze gewarnt. Gleichzeitig forderte der Verband von der Landesregierung, in der Debatte um eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke bei einem klaren "Nein" bleiben.

"Wir brauchen keine Zeitbombe gleich hinterm Zaun", betonte Burkhard Voß, Landesvorsitzender des BUND in Brandenburg. Zudem sei die Atomkraft nach wie vor unberechenbar und nicht zukunftsfähig. Die nuklearen Spaltstoffe seien ebenso endlich wie die fossilen Brennstoffe. Weitere Investitionen in diese sterbende Industrie seien verlorenes Geld. Die Brandenburger Landesregierung müsse im Dialog mit den polnischen Verantwortlichen konsequent und deutlich ihre Ablehnung zum Ausdruck bringen.

Dies gelte auch für die Gefahr im eigenen Land. Die großen Energiekonzerne forderten immer vehementer eine Verlängerung der Laufzeiten, Bundeskanzlerin Angela Merkel und mehrere CDU-Ministerpräsidenten könnten sich längere Laufzeiten vorstellen. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck habe bisher immer deutlich gemacht, dass mit Brandenburg weder neue Atomkraftwerke gebaut noch Laufzeiten verlängert würden.

"Bei diesem klaren NEIN muss Brandenburg bleiben - auch wenn der öffentliche Druck weiter wachsen sollte", betonte der BUND Landesvorsitzende Burkhard Voß eindringlich. Vor den Versprechungen der Atomlobby dürfe Brandenburg nicht einknicken.

Eine vom BUND in Auftrag gegebene aktuelle Umfrage habe erst kürzlich ergeben, dass 62 Prozent der Deutschen einen möglichst schnellen Ausstieg aus der Atomkraft wünschten. Nur etwa 20 Prozent seien für eine Verlängerung der Laufzeiten.

 




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