25. September 2006

BUND fordert mehr Nachdruck bei Feinstaubbekämpfung

In einem Ranking hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) jetzt die Gegenmaßnahmen der 26 am stärksten mit Feinstaub belasteten Städte Deutschlands bewertet. Ab 2007 werden die vorbildlichen Städte wie beispielsweise Berlin und Düsseldorf die Grenzwerte einhalten können.

Potsdam steht ganz am Schluss, da noch nicht einmal ein Aktionsplan beschlossen wurde - und dies drei Jahre nach Inkrafttreten der EU-Grenzwerte!

Der BUND Kreisverband Potsdam hofft, dass der Aktionsplan umgehend vorgelegt wird und ausreichend wirksame Maßnahmen wie Verkehrseinschränkungen vorgesehen sind.

In Europa sterben durch Feinstaub jährlich 370000 Menschen vorzeitig. Diese Zahl ließe sich um ein Viertel senken, wenn endlich gehandelt würde. Am 25. September berät das Europäische Parlament über die Neufassung der Luftqualitätsrichtlinie und legt am Tag darauf die künftigen Grenzwerte für Feinstaub fest. Es will künftig 55 statt bisher 35 Überschreitungen des Tagesmittelwertes von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft zulassen.

Ziel kann jedoch nicht sein, so der Vorsitzende des BUND Kreisverbandes Potsdam, Jost Kremmler, per Beschluss die Umweltbelastung wegzudefinieren. Ohnehin hat Potsdam in diesem Jahr den Grenzwert schon an 52 Tagen überschritten. Mit einem noch ausstehenden letzten Quartal würde jedoch mit Sicherheit auch das Limit von 55 Tagen überschritten.

 




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