23. Mai 2007

BUND kritisiert Gentechniklobbyismus des Bauernpräsidenten Udo Folgart

Der BUND Brandenburg kritisiert die CDU-Bundestagsabgeordneten Katherina Reiche und den Chef des Bauernverbandes Udo Folgart. Beide überschätzen die Bedeutung der Agro-Gentechnik in Brandenburg. Der BUND sieht dadurch den Ökolandbau gefährdet.

„Landwirtschaftsminister Woidke hat die Situation richtig erkannt. Genmais ist keine Innovation sondern eine Sackgasse. Nicht die Agro-Gentechnik, sondern der boomende Ökolandbau produziert tagtäglich die neuen Arbeitsplätze in Brandenburg. Die ökologische Landwirtschaft stärkt nicht nur die Regionen, sondern schützt die Natur und fördert die biologische Vielfalt in Brandenburg. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen stellt diesen Status jedoch mehr denn je in Frage. Herr Folgart sollte sich in seiner Funktion als Vorsitzender des Bauernverbandes lieber hinter die Mehrheit der Bauern stellen, als die fragwürdigen Interessen einiger weniger Bauern und des Agro-Konzerns MONSANTO zu vertreten “, so Burkhard Voß vom BUND Brandenburg.

Im letzten Jahr wurde in Brandenburg auf 128000 ha von 618 märkischen Betrieben ökologische Landwirtschaft betrieben. Das sind nahezu 10% der gesamten Anbaufläche Brandenburgs. Dem stehen circa 0,15 % Anbaufläche mit genetisch verändertem Saatgut entgegen. Die sichere Koexistenz von genmanipulierten Pflanzen zu herkömmlichen Anbauarten wurde in wissenschaftlichen Studien schon mehrfach in Frage gestellt.

Pressekontakt: Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-23700141, E- Mail: bund.brandenburg@bund.net; Maik Heunsch, Pressestelle, Tel. 0331-23700142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net

 




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