15. November 2007

BUND sagt Nein zu Windrädern auf dem Schießplatz Kummersdorf

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnt eine Ausweisung des ehemaligen Schießplatzes Kummersdorf im Landkreis Teltow-Fläming als Windeignungsgebiet strikt ab.

In einem Schreiben des BUND und anderer Naturschutzverbände an die Regionale Planungsgemeinschaft wird betont, dass die Verbände die Nutzung alternativer Energien grundsätzlich befürworten. Der BUND fordert aber, bei der Planung von Windparks auf die Naturverträglichkeit zu achten.

BUND-Landesvorstandsmitglied Carsten Preuß befürchtet, dass die Errichtung von Windrädern auf dem Schießplatz einen ökologisch sensiblen Bereich erheblich schädigen würde. Die in den Gemeinden Nuthe-Urstromtal und Am Mellensee geplante Fläche zur Windenergienutzung befindet sich in der Nähe von Flora-Fauna-Habitat-Gebieten. Außerdem wird das künftige Naturschutzgebiet „Kummersdorfer Heide/Breiter Steinbusch“ tangiert.

Carsten Preuß: „Die Errichtung von Windkraftanlagen innerhalb von Wald lehnen wir grundsätzlich ab. Das Gebiet gehört außerdem zum nationalen Naturerbe“. Preuß macht insbesondere auf dort vorkommende besonders geschützte Fledermausarten aufmerksam, die durch den Bau der geplanten Windkraftanlagen gefährdet wären. Auch Vögel und andere Tierarten wären durch den Bau von Windkraftanlagen in der Kummersdorfer Heide gefährdet.

Über die Ausweisung des 1411 Hektar großen Windkrafteinigungsgebietes soll die Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft „Havelland-Fläming“ am 29. November beraten. Auch die Gemeinden Nuthe-Urstromtal und Am Mellensee haben sich kritisch zum Windpark geäußert.

 

 

Pressekontakt: Carsten Preuß, BUND-Landesvorstandsmitglied, Tel. (03377) 30 34 39

Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-23700141, E- Mail: bund.brandenburg@bund.net; Maik Heunsch, Pressestelle, Tel. 0331-23700142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net

 




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