18. April 2008
Sigmar Gabriel stimmt für Kanalausbau im einzigen Auen-Nationalpark Deutschlands
Bundesumweltminister torpediert Natur- und Artenschutz
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Brandenburg) kritisiert die Zustimmung Umweltminister Gabriels für den Ausbau des Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße (HoFriWa) aufs schärfste. Auf dem Treffen der Umweltminister im deutsch polnischen Umweltrat wurde Einvernehmen erzielt über den Ausbau der HoFriWa für Küstenmotorschiffe und die Beseitigungen von Engpässen an der Oder für die Schifffahrt.
Winfried Lücking, Leiter BUND Flussbüro: „Durch den Ausbau der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße werden geschützte Feuchtgebiete und das Totalreservat des einzigen deutschen Auen-Nationalparks geschädigt. Es wird nicht nur ein einmaliges Naturschutzgebiet, das Lebensraum für 120 Vogelarten darunter Gänse, Kraniche, See- und Schreiadler sowie Biber und Fischotter bietet, verbaut, sondern zusätzlich Steuermillionen für Strukturmaßnahmen verschleudert, die am Bedarf völlig vorbeigehen.
Dass Umweltminister Gabriel im Jahr der Biodiversität sein Einvernehmen zu diesem Ausbau gibt, ohne das eine Alternative über die Oder und Schwedter Querfahrt geprüft wurde, zeigt auch, welche Prioritäten der Umweltminister beim konkreten Artenschutz setzt.“
Pressekontakt: Winfried Lücking, BUND Berlin, Referent für Gewässer und Binnenschifffahrt Tel: 030-78 79 00-16 oder mobil. 01577-2898843
Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-23700141, E- Mail: bund.brandenburg@bund.net; Maik Heunsch, Pressestelle, Tel. 0331-23700142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net