11. Dezember 2008

Der symbolische Stopp eines Baggers ist nichts im Vergleich zur faktischen Zerstörung der Lausitz durch Vattenfall

Am Mittwochmorgen haben rund 30 Aktivisten von Greenpeace im Braunkohletagebau Jänschwalde gegen die weitere Nutzung des klimafeindlichen Energieträgers protestiert. Dazu entfalteten sie ein 35 mal 15 Meter großes Banner mit der Aufschrift „STOP“ direkt vor den Schaufeln des Abraumbaggers. Die Aktion will auf das Volksbegehren „Keine neue Tagebaue – für eine zukunftsfähige Energiepolitik“ hinweisen, das noch bis zum 09.02.2009 in Brandenburg läuft. Die Greenpeace Aktivisten wurden während der Aktion auf dem Tagebaugelände von der Polizei verhaftet.

Die Organisatoren des Volksbegehrens unterstützen die Aktionen von Greenpeace. „Wir freuen uns, dass Greenpeace mit solchen Aktionen das Volksbegehren unterstützt“ sagt Falk Hermenau, der Koordinator des Volksbegehrens.

Greenpeace ist für seine Kompetenz in Klimaschutz und Umweltfragen bekannt. Wenn sich die Organisation mit einer solchen Aktion gegen den schwedischen Staatskonzern Vattenfall wendet, macht das deutlich, welch eine klimaschädliche Rolle Vattenfall in Brandenburg spielt.
Nach Meinung der Organisatoren ermöglicht erst das Volksbegehren den Austausch von Argumenten in der Öffentlichkeit. „Wenn solche spektakulären Aktionen dazu beitragen, die Menschen zum Nachdenken über die Zukunft ihrer Umwelt zu bewegen, sind wir dafür“ sagt dazu Axel Kruschat vom BUND Brandenburg. „Das Volksbegehren ermöglicht den sozialverträglichen Ausstieg aus der klimafeindlichen Braunkohleverstromung. Dass der Ausstieg kommt, steht ohnehin fest.“

Die Initiatoren des Volksbegehrens rufen alle Brandenburger bis zum 09.02.09 zum Unterschreiben in ihrem Meldeamt auf. Nur so könnten alle Brandenburger demokratisch über die Tagebaue entscheiden.




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