15. Januar 2008
BUND kritisiert Landesentwicklungsplan
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den Entwurf des Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg kritisiert. Gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden hat der BUND eine Stellungnahme gegenüber der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung abgegeben.
BUND-Landesvorsitzender Burkhard Voß: „Es besteht die Gefahr, dass die Freiraumzonen zwischen den Siedlungsachsen im engeren Verflechtungsraum mit Berlin zunehmend zersiedelt werden. Durch den geplanten Gestaltungsspielraum Siedlung im Berliner Umland werden stadtnahe Erholungsgebiete gefährdet, die auch Bedeutung für den Luftaustausch und das Stadtklima haben.“ Der BUND fordert eine planerische Lenkung der Bebauung, um die Entstehung eines Siedlungskonglomerats im Umfeld der Metropole Berlin zu verhindern.
Die Aussagen zur Gewinnung und Nutzung der Braunkohle im Landesentwicklungsplan lehnt der BUND ab. Braunkohleabbau und –verstromung zerstören wertvolle Landschaftsräume, beeinträchtigen den Wasserhaushalt und beschleunigen durch den Kohlendioxidausstoß die Erderwärmung. Voß fordert, den Abbau der Braunkohle auf die festgesetzten Braunkohlepläne und Rahmenbetriebspläne zu begrenzen.
Da im Landesentwicklungsplan einige Eisenbahnstrecken nicht mehr dargestellt sind, befürchtet der BUND weitere Streckenstilllegungen. Bei mehreren der im Plan enthaltenen Straßenverbindungen sind Konflikte mit dem Naturschutz erkennbar. Dies betrifft die Oder-Lausitz-Trasse und geplante Grenzübergänge nach Polen. Bei der im Plan vorgesehenen Entwicklung der Wasserstraßen fordern die Naturschützer eine Berücksichtigung ökologischer Belange und eine Kosten-Nutzen-Analyse.
Anregungen und Bedenken zum Landesentwicklungsplan konnten bis zum 15. Januar 2008 bei der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung vorgebracht werden.
Pressekontakte
BUND-Landesvorsitzender Burkhard Voß, burkhard.voss@bund.net
BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat, Tel. (0331) 237 00 141, bund.brandenburg@bund.net