9. Juni 2008

Einwendungen zum Flächennutzungsplan noch bis zum 13. Juni möglich

Der Kreisverband Potsdam des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt auf, sich an der Diskussion um den Flächennutzungsplan zu beteiligen.

Nach der Eingliederung von Golm, Marquardt, Uetz-Paaren, Satzkorn, Fahrland, Neu Fahrland und Groß Glienicke war durch die Stadtverordnetenversammlung die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes beschlossen worden. Im Jahre 2006 war bereits ein Vorentwurf zur Diskussion gestellt worden. Der auf dieser Basis erarbeitete Entwurf des Flächennutzungsplanes liegt noch bis zum 13. Juni 2008 in der Stadtverwaltung, Bereich Stadtentwicklung-Verkehrsentwicklung, Hegelallee 6 – 10, Haus 1, Flur 8. Etage zur Einsichtnahme aus. Bis zum 13. Juni können auch Anregungen und Bedenken zum Entwurf des Flächennutzungsplanes vorgebracht werden. Burkhard Voß vom BUND-Kreisverband Potsdam ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, diese Beteiligungsrechte zu nutzen. Der Planentwurf kann auch im Internet unter www.potsdam.de (Planen und Bauen > öffentliche Beteiligung) eingesehen werden.

Der BUND begrüßt, dass im Vergleich zum Vorentwurf der westliche Teil der ISES, welche die Neustädter Havelbucht queren sollte, nicht mehr dargestellt ist. Der Naturschutzverband fordert nun, auf die ISES ganz zu verzichten, da sie zu erhöhten Verkehrsbelastungen in der Innenstadt bei geringem verkehrlichen Nutzen führen würde.

Der BUND fordert, die Neuversiegelung durch Bauvorhaben zu reduzieren. Daher kritisiert die Naturschützer die weitere Ausdehnung der Gewerbeflächen am Friedrichspark in Marquardt, Uetz-Paaren und Satzkorn in Richtung Norden. Burkhard Voß: „Die Gewerbeansiedlung sollte im Bereich der Autobahnanschlussstelle Potsdam-Nord konzentriert werden.“

Kritisch sieht Voß auch die Ausweisung von zusätzlichen Gewerbeflächen am ehemaligen Forum-Gelände in Drewitz. Er verweist darauf, dass diese Flächen im Landschaftsschutzgebiet „Nuthetal-Beelitzer Sander“ liegen.

Ein weiterer Kritikpunkt des BUND ist die Darstellung der Ortsumgehung Fahrland im Rahmen der Bundesstraßenverbindung B 273 – B 2.

Eine Musterstellungnahme zum Herunterladen ist auch im Internet unter www.bund-brandenburg.de verfügbar.

Für Rückfragen: Burkhard Voß, Tel. 0172-3084446

Pressekontakt: Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-23700141, E- Mail: bund.brandenburg@bund.net; Maik Heunsch, Pressestelle, Tel. 0331-23700142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net

 




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