1. Oktober 2008

Stülpe: BUND wendet sich gegen Reitanlage auf geschützter Wiese

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Errichtung einer Reitanlage zwischen dem Schloss Stülpe und der Ortslage Stülpe abgelehnt. In einer Stellungnahme des BUND und anderer Naturschutzverbände an das Umweltamt der Kreisverwaltung wird darauf verwiesen, dass diese Reitanlage in einem landschaftlich sehr reizvollen Bereich geplant ist.

BUND-Landesvorstandsmitglied Carsten Preuß: „Wir befürchten eine Beeinträchtigung der Frischwiese auf Niedermoorboden und der benachbarten, als Naturdenkmal geschützten Eichenallee. Mit dem Bauprojekt würde die historisch gewachsene Trennung von denkmalgeschützter Schlossanlage und Dorf zerstört und in das Landschaftsgefüge nachhaltig negativ eingegriffen.“

Der BUND verweist auf die Nähe des nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie geschützten Gebietes „Park Stülpe und Schönefelder Busch“. Es wird kritisiert, dass für den Bauantrag keine Verträglichkeitsstudie erarbeitet wurde, obwohl beispielsweise der Eichenheldbock, eine vom Aussterben bedrohte Käferart, betroffen sein könnte. Der Standort der geplanten Reitanlage mit Gastronomie und Wellnessbereich befindet sich im Landschaftsschutzgebiet „Baruther Urstromtal und Luckenwalder Heide“. Der Schlosspark und der Wald grenzen unmittelbar an. Ein Konzept zur Ausweisung von Reitwegen fehlte in den Bauantragsunterlagen. Die Bedenken des BUND richten sich auch gegen die geplanten Entwässerungsmaßnahmen. Als Alternativstandort wird von den Naturschützern das ehemalige LPG-Gelände nördlich des Schlosses vorgeschlagen.


Pressekontakt:
BUND-Landesvorstandsmitglied Carsten Preuß, Tel. 03377 – 30 34 39, Email preuss.carsten@t-online.de, BUND-Pressestelle, Maik Heunsch, Tel. 0331 – 237 00 142, Email presse.brandenburg@bund.net




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