21. Januar 2009

Neue BUND-Broschüre: "Bedrohte Lausitz"

Der BUND Brandenburg informiert mit einer neuen Broschüre über die geplanten Braunkohletagebaue und ihre Auswirkungen auf die Naturschönheiten der Lausitz. Im Vorwort des BUND-Landesvorsitzenden Burkhard Voß zu dem reich bebilderten Heft heißt es: „Den geplanten neuen Tagebauen würde nicht nur eine historisch gewachsene Kulturlandschaft mit Dörfern, Wiesen, Feldern und Wäldern zum Opfer fallen, sondern auch Naturschutzgebiete und Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten.“

So ist der einzige Standort der Sand-Silberscharte in Brandenburg im Naturschutzgebiet „Weißer Berg bei Bahnsdorf“ durch den beantragten Braunkohletagebau „Welzow-Süd II“ bedroht. Die seltene Distelart ist in der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) der EU als „prioritäre Art“ enthalten. Dem geplanten Tagebau „Jänschwalde-Nord“ müsste ein wertvolles Feuchtgebiet, das FFH-Gebiet „Pastlingsee Erweiterung“ weichen. Schützenswerte Heidebiotope, die als Landschaftsschutzgebiet „Slamer Heide“ ausgewiesen wurden, werden durch die Abbaufelder „Spremberg-Ost“ und „Bagenz-Ost“ gefährdet.

Mit der Zusammenstellung will der BUND auf das Volksbegehren „Keine neuen Tagebaue“ hinweisen, das die Brandenburger noch bis zum 9. Februar mit ihrer Unterschrift unterstützen können.

Die Broschüre ist beim BUND-Landesverband Brandenburg, Friedrich-Ebert-Straße 114 a, 14467 Potsdam, Tel. (0331) 237 00 141, Email bund.brandenburg@bund.net kostenlos erhältlich.




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