10. Juli 2009

Der BUND garatuliert der "Freien Heide"

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gratuliert der Bürgerinitiative „Freie Heide“ zu ihrem Erfolg. Gestern hatte die Bundeswehr auf die militärische Nutzung des 12 000 Hektar großen Bombodroms bei Wittstock verzichtet. Das Mitglied des BUND-Bundesvorstandes Sylvia Voß, die als Brandenburgerin selbst an vielen der 102 Protestwanderungen teilgenommen hat: „Mein Glückwunsch geht an Benedikt Schirge und seine Mitstreiter, die sich 17 Jahre lang für eine zivile Zukunft der Kyritz-Ruppiner Heide eingesetzt haben. Auch wenn jetzt viele Politiker diesen Erfolg feiern, waren es vor allem die Bewohner von Fretzdorf, Gadow, Schweinrich, Rossow und der Region, die diesen Sieg  gemeinsam mit der mecklenburgischen BI „Freier Himmel“ errungen haben.“

Noch 2005 hatte Angela Merkel gegenüber der damaligen BUND-Bundesvorsitzenden Angelika Zahrnt einen Verzicht auf den Truppenübungsplatz ausgeschlossen. Sylvia Voß hatte sich als Bundestagsabgeordnete jahrelang für den Naturschutz und eine Nutzung des Gebietes in Nordbrandenburg und im Süden Mecklenburgs für den sanften Tourismus eingesetzt. Sie meint: „Die Bürgerinitiative hat mit ihrem langjährigen, phantasievollen und stets friedlichen Kampf ein Beispiel für antimilitaristischen Protest gesetzt. Darauf können wir stolz sein.“ Das Potenzial der nunmehr Freien Heide liegt in ihrer Naturschönheit und in der Größe  des „unzerschnittenen“ Gebietes. Die Heidelandschaft ist bereits als Schutzgebiet nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtline ausgewiesen, insofern regt  der BUND an, bei der zukünftigen zivilen Nutzung des gesamten Gebietes gerade dieses kostbare Naturpotenzial zu schützen und nur entsprechend verträglich zu nutzen.  




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