1. Dezember 2010

Grundwasserabsenkung lässt sich durch anderen Dichtwandverlauf auf das erforderliche Mindestmaß reduzieren

Angesichts des Beginns der Fräsarbeiten für das bisher größte Dichtwandprojekt von Vattenfall am Tagebau Welzow-Süd (Spree-Neiße) erneuert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) seine Kritik an der großflächigen Graundwasserabsenkung durch den Braunkohlenabbau.

BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat erklärt: "Wir lehnen die Trasse der Dichtwand unmittelbar nördlich der Seenkette ab. Der BUND fordert einen Dichtwandverlauf südwestlich an der Grenze des Tagebaues Welzow-Süd."

Der BUND konnte nachweisen, dass bei dem von Vattenfall gewählten Dichtwandverlauf die Wasserverluste aus dem Seenland künftig deutlich höher sind als bei der vom BUND vorgeschlagenen Variante. Der Umweltverband verweist darauf, dass der jetzt genehmigte Dichtwandverlauf die Grundwasserabsenkung für den möglichen neuen Tagebau Welzow-Süd II vorwegnimmt und somit Tatsachen für dieses Planverfahren geschaffen werden. Außerdem wird bei der Vattenfalltrasse der Einbindehorizont in wasserundurchlässige Schichten nicht durchgängig erreicht, was diesen Verlauf generell in Frage stellt. Der Bau dieser Dichtwand bedroht perspektivisch ebenfalls das FFH-Naturschutzgebiet "Weißer Berg bei Bahnsdorf" mit seiner einzigartigen Vegetation.

Daher hat der BUND gegen die wasserrechtliche Genehmigung zur Grundwasserabsenkung für den Tagebau Welzow-Süd beim Verwaltungsgericht Cottbus Klage eingelegt. Diese Klage wird durch die Umweltschutzorganisation GREENPEACE, den Naturschutzbund NABU und die Grüne Liga unterstützt.

Der BUND weist darauf hin, dass durch den Braunkohleabbau und die damit verbundene Grundwasserbeeinflussung sowohl die Spree als auch andere Gewässer extrem mit Sulfaten und Eisen belastet werden. Die Seenkette ist hierdurch so sauer wie Zitronen- oder Essigsäure.

Einzelheiten können Sie dem Hintergrundpapier entnehmen.





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