26. März 2010
CCS-Gesetz für Vattenfall?
Brandenburger wehren sich gegen CO2-Endlager
Die Bundesregierung plant jetzt ein Gesetz nur noch für Demonstrationsanlagen zur CO2-Abscheidung und Speicherung, kurz CCS. „Auch die Bundesregierung hat nun endlich eingesehen, dass bei der ungeprüften und kaum entwickelten CCS-Technologie Vorsicht geboten ist“, so Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer des BUND Brandenburg. „Allein den Brandenburgern hilft das überhaupt nicht, denn hier droht das bundesweit erste CO2 –Endlager zu entstehen.“ Das geplante Gesetz ermögliche in Konsequenz, dass Vattenfall in Brandenburg weiter dreckige Braunkohle abbaggern und verstromen kann, denn das derzeit einzige verbliebene CCS-Projekt in Deutschland ist die Anlage am Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde. Als mögliche Endlagerstätten will der Konzern die Regionen um Beeskow und Neutrebbin untersuchen. „Ministerpräsident Platzeck steht zunehmend dumm da, während es dem CDU geführten Land Schleswig-Holstein gelingt `CO2 frei´ zu bleiben, macht unser Landesvater alle Brandenburger gegen ihren Willen zu Versuchskaninchen für eine unerforschte Risikotechnologie, obwohl nach Aussagen von Bundesumweltminister Röttgen die Akzeptanz der Bevölkerung eine Bedingung für die Anwendung von CCS sei“, so Kruschat weiter.
Für Rückfragen:
Axel Kruschat, BUND-Landesgeschäftsführer, Tel. 0179 – 59 11 698