14. April 2011

Offener Brief des BUND-Landesvorsitzenden an Platzeck

Voß warnt vor Phantomdebatte


Mit einem Offenen Brief hat sich Burkhard Voß, der Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), jetzt an Ministerpräsident Matthias Platzeck gewandt.

Angesichts der Diskussion nach dem gestrigen Beschluss des Bundeskabinetts zum CCS-Gesetz zeigt sich, dass Brandenburg bisher zu stark auf die weitere Braunkohleverstromung sowie die Abscheidung und unterirdische Verpressung von Kohlendioxid gesetzt hat und damit jetzt fast isoliert ist. Voß: „Auch die Carbon-Capture and Storage Technologie ist eine Risikotechnologie.“

Der Bedarf an Grundlastkraftwerken, wie Kohle- und Atomkraftwerken sei in den letzten Jahren immer mehr gesunken. Zukünftig würden Kraftwerke gebraucht, die das schwankende Angebot bei den Erneuerbaren Energien ausgleichen können, wozu Kohlekraftwerke nicht in der Lage sind. Daher appelliert Voß an die Landesregierung, auf einen schrittweisen, sozial verträglichen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung zu setzen.

Eine weitere Scheindebatte findet nach Überzeugung des BUND im Netzausbau statt. Der Umweltverband ist der Auffassung, dass der Ausbau der Stromnetze nur den Atom- und Kohlekraftwerken nutzt und nicht dem Abtransport Erneuerbarer Energien.

Voß: „Wir können die Klimaziele in Brandenburg trotz Atomausstieg erreichen, indem wir das Kraftwerk Jänschwalde innerhalb von 10 Jahren zurückbauen. Die Stromversorgung inklusive Grundlastsicherung wäre sicher. Die CO2 Einsparung würde ohne CCS ausreichen, um die Klimaschutzziele für 2020 zu überbieten.“

Zum offenen Brief

Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331-237 00 141


 

 





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