15. August 2011

BUND fordert Konsequenzen aus CCS-Absage

Der Landesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Axel Kruschat fordert die Landesregierung auf, die Konsequenzen aus dem Scheitern der CCS-Technologie in Deutschland zu ziehen. Ministerpräsident Platzeck hatte in einem heute in der Lausitzer Rundschau veröffentlichten Interview erklärt, dass es keine weitere Erprobung der unterirdischen Verpressung von Kohlendioxid in Brandenburg geben wird, da sich nicht alle Bundesländer an Einführung dieser Technologie beteiligen werden.


Kruschat appelliert an die Landesregierung auf, die Aufstellung der Braunkohlenpläne für Welzow-Süd II und Jänschwalde-Nord zu stoppen. Vor drei Jahren hatte der Landtag beschlossen, dass neue Tagebaue nur dann genehmigt werden, „wenn die dazugehörigen Kraftwerke zur Braunkohleverstromung mit der CCS-Technologie ausgestattet werden.“ Der BUND erwartet außerdem, dass die Genehmigungsverfahren für die Erkundung in Neutrebbin und Beeskow-Birkholz und für das CCS-Demonstrationsprojekt in Jänschwalde abgebrochen werden.


Den Bedenken Platzecks, ein gleichzeitiger Ausstieg aus Atomkraft, Steinkohle und Braunkohle sei nicht möglich, hält der Umweltverband entgegen, dass der Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung schrittweise bis 2040 erfolgen soll. Dass dies möglich ist, beweist bereits die Leitstudie des Bundesumweltministeriums von 2010, die die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen vor dem Hintergrund des rot-grünen Beschlusses über den Ausstieg aus der Atomkraft darstellt.


Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331-237 00 141




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