1. Februar 2011

BUND lehnt Seebühne in Potsdam-Hermannswerder ab

Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat sich jetzt kritisch zur geplanten Seebühne auf Potsdam-Hermannswerder geäußert. Der Vorsitzende des BUND-Landesverbandes Burkhard Voß: „Das Vorhaben ist im Landschaftsschutzgebiet Potsdamer Wald- und Havelseengebiet und im nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie geschützten Gebiet Mittlere Havel geplant. Daher halten wir eine Klage gegen die Baugenehmigung für aussichtsreich. Obwohl noch nicht einmal ein Bauantrag vorliegt, wurde bereits mit dem Kartenvorverkauf begonnen.“

Am 28. November hatte Beigeordnete Elona Müller-Preinesberger den Investoren grünes Licht gegeben. Ein Antrag auf landschaftsschutzrechtliche Befreiung liegt bei der Unteren Naturschutzbehörde bis heute nicht vor, soll aber bereits bis April bearbeitet werden.

Besonders kritisch sieht Voß die Tatsache, dass die Potsdamer Baumschutzverordnung für Bürgerinnen und Bürger bei Baumfällungen eine Genehmigungspflicht vorsieht, Projekte bestimmter Investoren aber durchgewunken werden, obwohl Naturschutzbehörden und –verbände noch nicht beteiligt wurden. Als blauäugig betrachtet der BUND das Verkehrskonzept, das eine Anreise der Opernbesucher ausschließlich mit einem Busshuttle vorsieht.

Gegen das Vorhaben hatte sich bereits der Naturschutzbund (NABU) ausgesprochen.


Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. (0331) 237 00 141







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