9. Mai 2011

Obstbäume statt CO2-Endlager

Bündnis ruft zu Baumpflanzungen auf

Noch bis zum 15. Mai sind alle Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung an der Aktion „Obstbäume statt CO2-Endlager“ aufgerufen. Ein Bündnis von Umweltverbänden und Baumpflanz-Initiativen ruft dazu auf, durch das Pflanzen von Obstbäumen ein Zeichen gegen die Pläne der Bundesregierung zu setzen, Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken unterirdisch zu speichern. Im Internet kann die Pflanzung unter www.bund.net/obstbaeume-statt-co2-endlager gemeldet und für jedermann sichtbar gemacht werden. Bisher wurden mehr als 70 Pflanzaktionen durchgeführt. Robert Pörschmann, Energieexperte beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND): „Die Bundesregierung ebnet den Weg für eine weitere Risikotechnologie. Die Verpressung von Kohlendioxid in den Untergrund kann zur Versalzung des Grundwassers führen und die Trinkwasserversorgung vieler Kommunen und großer Ballungsräume gefährden. Weite Teile der Bundesrepublik wären zudem von Endlagern, Pipelines und neuen Kohlekraftwerken betroffen. Je mehr Menschen bei der Pflanzaktion mitmachen, umso machtvoller können wir den Energiekonzernen und der Bundesregierung zeigen: Die unterirdische Endlagerung von CO2 ist keine Option für die Zukunft. Ob ein Apfelbäumchen im Vorgarten oder eine Süßkirsche auf dem Balkon, jeder Einzelne kann seinen Protest kundtun.“ „Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Platzeck sollten vor Einführung der nächsten Risikotechnologie nach der Atomkraft die Argumente der Bevölkerung ernst nehmen. Die bisherige CCS-Debatte richtet sich nicht nach den Belangen der Bevölkerung, sondern nach den Wünschen von Energiekonzernen wie Vattenfall. Eine weitere Klientelpolitik akzeptieren wir nicht“, ergänzt Rolf Ignaz, Sprecher von Bruchkultur, einem Verein aus Ostbrandenburg, wo ein Endlager entstehen soll.


Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331-237 00 141




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