17. Oktober 2011

BUND: Schutz des Bibers beibehalten

Der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt für sich einen umfassenden Schutz des Bibers ein. Dabei fordert der Naturschutzverband ein flächendeckendes hauptamtliches und vorsorgendes Bibermanagement in Brandenburg. Auf seiner Landesdelegiertenversammlung verabschiedete der Umweltverband jetzt eine Biberposition.


BUND-Landesvorsitzender Burkhard Voß: „Als Naturschützer fordern wir die Verbesserung des Wasserrückhaltes und die Renaturierung von Fließgewässern. Diese Arbeit leistet der Biber kostenlos.“ Der BUND verkennt nicht, dass in Siedlungsbereichen und an Hochwasserschutzanlagen die natürliche Lebensweise des Bibers zu Konflikten führen kann.


Nach Überzeugung des BUND lassen sich übermäßige Schäden in der Landwirtschaft durch Ausweisung von naturnahen Uferrandstreifen mit Weichhölzern reduzieren. Schäden an Gehölzen lassen sich durch Drahtmanschetten und bibersichere Einzäunungen vermeiden. Durch Deichrückverlegungen, den Einbau von Stahlgittern und die Anlage von Wildrettungshügeln lassen sich Schäden an Deichen vermeiden. Da der Eingang des Biberbaues zum Schutz vor Feinden immer unter Wasser liegt, dürfen die wasserstandsregulierenden Biberdämme nur im Ausnahmefall und mit Genehmigung beseitigt werden.


In der Position heißt es: „Mit dem Töten von Bibern lassen sich keine Schäden vermeiden. Auch das Umsetzen ist wenig Erfolg versprechend, da geeignete, unbesetzte Reviere nach kurzer Zeit wieder besiedelt werden.“ Insofern erteilt der Verband den Plänen für die Ausweisung von Biber-Sperrbezirken im Landkreis Märkisch Oderland eine klare Absage. Der BUND regt den Ausbau eines Netzes von Biberbetreuern und Biberpaten an. Im Land Brandenburg lebt mit knapp 3 000 Tieren etwa ein Drittel der Gesamtpopulation des streng geschützten Elbebibers.


Sie finden die Biberposition hier.


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