25. Oktober 2011
Klimaschutzziele nur ohne Kraftwerk Jänschwalde erreichbar
Die Klimaschutzziele des Landes Brandenburg sind nur mit einer ersatzlosen Abschaltung des Kraftwerkes Jänschwalde 2020 erreichbar. Deshalb fordert der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Kraftwerk bis 2020 stillzulegen. „Es wäre eine komplette Blamage, wenn die rot-rote Landesregierung von den ohnehin schon sehr schwachen Klimaschutzzielen abweicht,“ so BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat. Die viel zitierten „Leitstern“-Preise könnten daran auch nichts ändern.
Würde Jänschwalde abgeschaltet, würde der Treibhausgasausstoß um etwa 25 Millionen Tonnen im Jahr sinken. Für die Energieversorgung im 50Hertz Netz würde Jänschwalde schon jetzt nicht mehr benötigt - im Jahr 2020 noch viel weniger. Gleichzeitig würde der Braunkohlenbedarf um 25 Mio. Tonnen pro Jahr sinken. Neue Tagebaue wie Welzow Süd II wären unnötig.
Deshalb fordert der BUND, dass das Braunkohlenplanverfahren für Welzow Süd II gestoppt wird. „Es ist schon ein Witz: Seit Monaten spricht die Landesregierung von sich ändernden Rahmenbedingungen und doktert an einer neuen Energiestrategie. Inzwischen schaffen Bergamt und Vattenfall Tatsachen,“ so Kruschat weiter.
In allen Szenarien, die in den Vorgutachten zur neuen Energiestrategie betrachtet wurden, sinkt der Braunkohlebedarf, so dass alle Tagebauplanungen überprüft werden müssten. Im Ergebnis wären die neuen Tagebaue überflüssig. Kruschat: „Letztendlich zeigt sich aber auch, dass Klimaschutz in Brandenburg nur mit der ersatzlosen Stilllegung des Kraftwerks Jänschwalde machbar ist.“
Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331 – 237 00 141