21. September 2011
Bürgerinitiativen und BUND übergaben 16 000 Unterschriften gegen CCS
Die Bürgerinitiativen „Co2ntra Endlager“ und „CO2-Endlager stoppen“ haben heute in Potsdam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland rund sechzehntausend Unterschriften gegen CCS an die Landesregierung Brandenburg und den Petitionsausschuss des Landtages übergeben. Die Umweltschützer und die Bürgerinitiativen fordern ein klares Nein des Landes Brandenburg zum CCS-Gesetz, das am Freitag im Bundesrat beraten wird.
Insgesamt 884 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Online-Unterschriften-Kampagne. Für diese Unterstützung bedankt sich der BUND sehr herzlich. Mehr als 15 000 Brandenburgerinnen und Brandenburger trugen sich in die heute übergebenen Unterschriftenlisten ein.
Die Bürgerinitiativen „CO2-Endlager stoppen“ aus Beeskow und „Co2tra Endlager“ aus dem Oderbruch halten die unterirdische Verpressung von Kohlendioxid aus Braunkohlekraftwerken für gefährlich. Sie betonen, dass CCS zwangsläufig zur Versalzung wertvoller Süßwasserreservoirs führt. Sie sehen in dieser Technologie nicht die Lösung, sondern ein neues, erhebliches Problem.
Der BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat fordert das Land auf, die Erkundungen in Neutrebbin und Beeskow zu stoppen und das Genehmigungsverfahren für das CCS-Kraftwerk in Jänschwalde einzustellen.
Kruschat: „Die Klimaschutzziele lassen sich ohne CCS erreichen, wenn Brandenburg bis 2020 das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde stilllegt und schrittweise aus der Braunkohleverstromung aussteigt.“
Im Auftrag der Staatskanzlei nahm der Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium Carsten Enneper die Unterschriften entgegen.