28. Februar 2012

Trotz Warnung von Experten passt die Landesregierung ihre Energiestrategie nicht an

Obwohl sich in der Anhörung eine Reihe von Experten kritisch über die Energiestrategie äußerte, ja sogar in ungewöhnlicher Deutlichkeit darlegte, dass die Vorstellungen der Landesregierung nicht machbar sind, hat sich nichts substanziell am Entwurf der Strategie geändert.

„Die Landesregierung zeigt sich bei der Energiestrategie weiterhin beratungsresistent,“ so Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer des BUND Brandenburg.

Die Landesregierung hält weiter an der CO2-Verpressung in der Nordsee fest, obwohl das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung auf die völlige Unwahrscheinlichkeit des Vorhandenseins der entsprechenden Infrastruktur hinwies. Wenn trotzdem 2025 ein Kohlekraftwerk gebaut werden sollte, müsste die CO2 Verpressung zwangsläufig in Brandenburg selbst stattfinden. „Die Landesregierung möchte CCS durch die Hintertür einführen,“ so Kruschat weiter.

Außerdem wurde klar gemacht, dass die Braunkohlekraftwerke in der Lausitz ungeeignet sind, um die Regelenergien für die fluktuierende Energiegewinnung aus Sonne und Wind bereitzustellen. Des weiteren machten die Netzbetreiber auf die bereits jetzt angespannte Situation in den Netzen aufmerksam. Mit dem Festhalten an der Braunkohle gefährdet die Landesregierung die Versorgungssicherheit.




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