18. Januar 2013
Zurück zur klaren Spree: BUND ruft zur Unterstützung des Aktionsbündnisses „Klare Spree“ auf
Der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt das Aktionsbündnis „Klare Spree“ und hat daher auf seiner Internetseite eine Unterschriftenaktion eingerichtet. Alle Bürgerinnen und Bürger, die beim Kampf gegen die Eisenhydroxid- und Sulfatbelastung der Spree und ihrer Nebenflüsse helfen wollen, können sich ab sofort dort eintragen.
Hintergrun
d:
Durch den Braunkohletagebau werden auch Eisenverbindungen freigelegt, die an der Luft zu Sulfat und Eisenhydroxid (umgangssprachlich auch Eisenocker genannt) verwittern, welches eine charakteristische rotbraune Färbung aufweist. Mit dem wiederansteigenden Grundwasser in den stillgelegten Tagebaugruben wird das eisenhaltige Wasser schließlich in die Fließgewässer geschwemmt, worunter vor allem die empfindlichen Lebensgemeinschaften unter der Wasseroberfläche leiden.
„Das Eisenhydroxid kann die Kiemen der Fische verkleben und lagert sich als Ockerschlamm auf dem Gewässerboden ab. Dadurch sterben Muscheln und Mikroorganismen ab, was verheerende Folgen für das gesamte Ökosystem haben kann“, erklärt Burkhard Voß, Landesvorsitzender des BUND Brandenburg.
Peter Stephan, der Geschäftsführer vom Tourismusverband Spreewald e.V., ergänzt: „Wir haben große Sorge, dass die bergbaubedingte Verockerung der Spreewaldzuflüsse mittel‐ bis langfristig zu gravierenden ökologischen und ökonomischen Beeinträchtigungen der Spreewaldregion und großer Teile der Lausitz führt.“
Daher setzt sich das Aktionsbündnis „Klare Spree“ dafür ein, die weitere Belastung der Spree und des Spreewaldes mit Eisenhydroxid und Sulfat zu verhindern und Maßnahmen zur Sanierung der belasteten Gewässer durchzusetzen.
Link zur Aktion:
www.bund-brandenburg.de/klare-spree
Für Rückfragen:
Axel Kruschat, BUND-Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-237 00 141
Peter Stephan, Geschäftsführer Tourismusverband Spreewald e.V., 035433-5810