12. Juli 2013
Ergebnisse des Kandidatenchecks im Wahlkreis 61 (P-PM II-TF II)
Zur Bundestagswahl befragte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auch die Direktkandidatinnen und Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien im Wahlkreis 61, der neben der Landeshauptstadt Potsdam auch Teile der Kreise Potsdam-Mittelmark (Kleinmachnow, Michendorf, Nuthetal, Schwielowsee, Stahnsdorf, Teltow und Werder) und Teltow-Fläming (Großbeeren und Ludwigsfelde) umfasst, zu ihren Positionen zu ökologischen Themen.
Andrea Wicklein (SPD), Norbert Müller (LINKE), Jacqueline Krüger (FDP) und Annalena Baerbock (GRÜNE) unterstützen die Forderungen des BUND nach mehr Bürgerbeteiligung und gegen Massentierhaltung.
Andrea Wicklein (SPD), die den Wahlkreis bei der Wahl 2009 gewann, schreibt: „Die SPD will den Ausbau der Erneuerbaren Energien sozial- und umweltverträglich fördern. Kohle und Gas werden für die sichere Versorgung weiterhin benötigt.“
Jacqueline Krüger (FDP) meint: "Ich bin grundsätzlich für eine umfassende Bürgerbeteiligung - aus mehreren Gründen: erstens profitieren Projekte von einer Beteiligung der Bevölkerung im Bereich der Akzeptanz, zweitens: innovative Ideen fließen durch beteiligte Bürger ein und letztendlich - spart eine solche Beteiligung langfristig auch Geld."
Die BUND-Forderung, die Havelspange nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen, wird von Wicklein, Müller und Baerbock unterstützt. Norbert Müller (LINKE) meint: „Potsdam braucht weniger Individualverkehr und mehr Verkehr im Umweltverbund. Deswegen wäre es grundfalsch einen weiteren Havelübergang zu bauen.“ Jacqueline Krüger (FDP) ist in dieser Frage unentschlossen.
Müller, Krüger und Baerbock sprechen sich wie der BUND für die Stilllegung des Forschungsreaktors in Wannsee aus. Annalena Baerbock (GRÜNE) meint: „Vorrang vor Forschungsinteressen muss die Sicherheit von AnwohnerInnen und Umwelt haben!“ Andrea Wicklein (SPD) lehnt die Schließung des Reaktors ab und erklärt: „Aus meiner Sicht ist er wichtig für die Forschung und ein mögliches Gefahrenpotenzial so nicht erkennbar, um eine Schließung zu rechtfertigen.“
Die vollständigen Antworten finden Sie hier.
Katherina Reiche (CDU) hat bis zum Wahltag ihre Antworten nicht veröffentlicht.