12. Juli 2013

Ergebnisse des Kandidatenchecks im Wahlkreis 64 (CB - SPN)

Zur Bundestagswahl befragte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auch die Direktkandidatinnen und Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien im Wahlkreis 64, der den Landkreis Spree-Neiße und die Stadt Cottbus umfasst, zu ihren Positionen zu ökologischen Themen.

Einig sind sich Klaus-Peter Schulze (CDU), Ulrich Freese (SPD), Martin Neumann (FDP), Birgit Wöllert (LINKE) und Wolfgang Renner (GRÜNE), dass die Schienenverkehrsinfrastruktur ausgebaut werden muss und die Bürgerbeteiligung gestärkt werden muss.

Unterschiedliche Meinungen werden zur Beschleunigung der Energiewende und zum vom BUND geforderten Ausstieg aus der Braunkohlenförderung bis 2040 deutlich. Schulze schreibt: „Um die Energiewende erfolgreich zu meistern werden wir über einen noch nicht definierbaren Zeitraum zur Sicherung der ständigen Energieversorgung fossile Energieträger benötigen.“ Freese meint ebenfalls: „Braunkohleverstromung ist die Brücke ins regenerative Zeitalter.“ Auch Neumann erklärt: „Braunkohle ist ein wertvoller Rohstoff, der im Energiemix auf absehbare Zeit eine bedeutende Rolle einnimmt.“ In der Antwort von Renner heißt es demgegenüber: „Unser Gemeinwohl hängt in der Zukunft nicht mehr an der Kohleverstromung. Die bündnisgrüne Brandenburger Landtagsfraktion hat in einem Gutachten dargelegt, dass neue Tagebaue für eine sichere Energieversorgung Berlin und Brandenburgs ab 2030 nicht mehr nötig seien.“ Wöllert gibt folgenden Kommentar zur Braunkohlenförderung: "Stoppen ja, aber das bedarf einer langfristigen Planung für einen nachhaltigen und sozial verträglichen Umbau. Die Auswirkungen der Stilllegungen von Tagebauen spüren wir heute besonders deutlich (Grundwasserwiederanstieg, Grundbrüche, schlechte Wasserqualität)."

Außerdem äußern sich die Kandidaten zur Massentierhaltung. Schulze, Wöllert und Renner lehnen sie ab. Freese erklärt: „Ich bin dafür, dass industrielle Massentierhaltung eingeschränkt wird.“ Neumann meint: „Wir wollen eine tiergerechte und die Tiergesundheit fördernde Tierhaltung.“

Die vollständigen Antworten finden Sie hier.




Ihre Spende hilft.

Suche