6. September 2013
50 Direktkandidaten unter der Lupe
Zur Bundestagswahl 2013 befragte der BUND in Brandenburg die 50 Direktkandidatinnen und -kandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien nach ihrer Position zu ökologischen Themen. Bis zum 6. September 2013 hatten 44 von ihnen am Kandidatencheck teilgenommen. Mit 88 Prozent lag diese Beteiligung über dem Bundesdurchschnitt.
Auf die Frage: „Sind Sie dafür, die Energiewende wieder zu beschleunigen und nicht länger auf Atom, Kohle und Fracking zu setzen?“ antworteten 29 von 50 Kandidatinnen und Kandidaten mit „Ja“. Der Spitzenkandidat der SPD in Brandenburg Frank-Walter Steinmeier, der im Wahlkreis 61 als Direktkandidat antritt, meinte dazu: „Die SPD will den Ausbau der erneuerbaren Energien sozial- und umweltverträglich fördern. Kohle und Gas werden für die sichere Versorgung weiterhin benötigt.“ Annalena Baerbock, die Spitzenkandidatin von Bündnis 90 / Die Grünen, die im gleichen Wahlkreis kandidiert, schrieb dem BUND: „Unser Ziel ist, bis 2030 Strom zu 100% aus EE zu gewinnen. Das bedeutet jetzt den Ausstieg aus der Kohle einzuleiten. Gemeinsam mit den Umweltverbänden kämpfen wir Bündnisgrüne gegen neue Tagebaue.“
Die Kandidatinnen und Kandidaten wurden vom BUND befragt, ob sie sich für eine verpflichtende, frühzeitigere und ergebnisoffene Bürgerbeteiligung bei Bauprojekten einsetzen wollen. Diese BUND-Forderung wird von 38 der 50 Befragten unterstützt.
Schließlich wollte der BUND von den Kandidatinnen und Kandidaten wissen, ob sie sich dafür einsetzen, die industrielle Massentierhaltung zu stoppen und Fleischexporte nicht länger zu fördern. Diese Frage beantworteten 32 der 50 Befragten mit „Ja“. Diana Golze, die die Landesliste der LINKEN anführt und im Wahlkreis 61 antritt, erklärte dazu: „DIE LINKE fordert in ihrem Parteiprogramm die artgerechte Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere. Dies schließt für uns eine Reduzierung der Intensivtierhaltung ein.“ Michael Stübgen, der die Landesliste der CDU anführt und in den Landkreisen Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz (ohne Lübbenau) antritt, sieht es so: „Das Wohlbefinden von Nutztieren hängt in der Regel nicht davon ab, ob jemand zehn, hundert oder tausend Tiere hält. Es hängt davon ab, wie ein Betrieb geführt wird und wie die Tiere beobachtet und versorgt werden und beispielsweise auch, wie groß die einzelnen Gruppen sind.“
In den Wahlkreisen hat der BUND die Kandidatinnen und Kandidaten auch zu örtlichen Umweltthemen befragt. Dazu gehören der Bau der Autobahn A 14, die Schweinezuchtanlage in Haßleben, die Ortsumgehung in Fürstenberg, die CCS-Technologie, die Hähnchenmastanlage in Steinhöfel, der Bau der Havelspange und die Braune Spree.
Alle Antworten findet Sie unter http://www.bund.net/index.php?id=16747&bundesland=5
Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331-237 00 141
BUND-Bundesgeschäftsstelle, Tel. 030-275 86 464