BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


1. April 2009

BUND begrüßt Woidkes Forderung nach Genmaisverbot

Der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die Forderung von Agrarminister Dietmar Woidke nach einem nationalen Anbauverbot von Genmais. Woidke hatte sich in der vergangenen Woche am Rand der Agrarministerkonferenz dafür ausgesprochen, die Aussaat von Monsanto-Genmais MON 810 zu verbieten.

BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat: „Gleichzeitig fordern wir von der Landesregierung, den Worten Taten folgen zu lassen und eine Bundesratsinitiative zum Verbot von MON 810 einzubringen.“ Nach Kruschats Worten steht die Maisaussaat unmittelbar bevor. Es dürfe nicht wieder die Situation von 2007 einzutreten, als das Verkaufsverbot für das Gentech-Saatgut erst dann verhängt wurde, als der Mais bereits im Boden war. Insgesamt wurde in Brandenburg der Genmaisanbau für 66 Flächen mit 1645 Hektar in 16 Betrieben, vor allem in Märkisch Oderland und Oberhavel angemeldet.

Der dringende Verdacht, dass der Genmais Natur und Tierwelt schädigt, zwingt nach Auffassung des BUND zu sofortigem Handeln. Es wird befürchtet, dass das von den Genpflanzen gebildete Protein, das die Maiszünslerraupe tötet, auch Schmetterlinge oder Bodenorganismen schädigt. Außerdem können benachbarte gentechnikfreie Äcker kontaminiert werden. Insofern ist Woidkes Unterstützung gentechnikfreier Regionen ein wichtiges Signal. Der BUND fordert aber gesetzliche Verbote gentechnisch veränderter Organismen. Der EU-Ministerrat hat kürzlich das in Österreich und Ungarn bereits bestehende Anbauverbot für MON 810 bestätigt.


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-begruesst-woidkes-forderung-nach-genmaisverbot/