20. November 2008
BUND fordert Erhalt der öffentlichen Grünflächen am Griebnitzsee
Vor fast genau einem Jahr, am 29. November 2007, war der Bebauungsplan „Griebnitzsee“ rechtskräftig geworden. Damals waren die Uferflächen am Griebnitzsee als öffentliche Grünfläche und Parkanlage und der Uferweg als öffentlicher Fuß- und Radweg festgesetzt worden.
Die Stadtverordnetenversammlung hat nun beschlossen, diesen Bebauungsplan zu ändern. Vor der förmlichen Bürgerbeteiligung erfolgt eine frühzeitige Auslegung, bei der zwei Varianten zur Diskussion gestellt werden. Bei der ersten Variante sind nur Detailänderungen, wie geringfügige Wegeverschiebungen und zwei zusätzliche Bootshäuser, vorgesehen. Die zweite Variante sieht an Stelle der öffentlichen Parkanlage auch private Grünflächen im Uferbereich vor.
BUND-Kreisvorsitzender Dr. Jost Kremmler appelliert daher an die Stadtverordneten, an den Planungszielen des gültigen Bebauungsplanes festzuhalten. Er verweist auf den besonderen Schutz der Uferbereiche nach dem Brandenburgischen Naturschutzgesetz. Sogar in der Verfassung des Landes Brandenburg ist der öffentliche Zugang zu Seen und Flüssen als Staatsziel verankert.
Kremmler ruft die Potsdamerinnen und Potsdamer auf, sich bis zum 24. November gegenüber der Stadtverwaltung zur geplanten Änderung des Bebauungsplanes zu äußern. Die Äußerung ist auch per Mail an die Adresse Bauleitplanung@Rathaus.Potsdam.de möglich. Der Vorentwurf der Bebauungsplanänderung kann in der Stadtverwaltung in der Hegelallee oder im Internet unter www.potsdam.de eingesehen werden.
Pressekontakt:
Vorsitzender des BUND-Kreisverbandes Potsdam Dr. Jost Kremmler, bund.potsdam@bund.net
BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331 – 237 00 142, presse.brandenburg@bund.net