14. September 2011

BUND fordert für 2020 Abschaltung von Jänschwalde

Anlässlich des 13. Brandenburger Energietages am Donnerstag

(15. September) in Cottbus fordert der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Abschaltung des Kraftwerkes Jänschwalde im Jahr 2020.


BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat: „Ohne eine Abschaltung von Großproduzenten des Treibhausgases Kohlendioxid kann das Land Brandenburg die bis 2020 zu erreichenden Klimaschutzziele nicht erfüllen.“ Der BUND verweist darauf, dass im ostdeutschen 50-Hertz-Netz Stromerzeugungskapazitäten von 28 000 MW einer maximalen Lastabnahme von 11 000 MW gegenüberstehen. Kruschat hält den von der Landesregierung angestrebten weiteren Ausbau der Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse für nicht sinnvoll, wenn nicht gleichzeitig die Braunkohleverstromung reduziert wird, da bereits jetzt Überkapazitäten bestehen.


Die CO2-Freisetzung kann nur verringert werden, wenn klimaschädliche Braunkohlenkraftwerke vom Netz genommen werden. Etwa drei Fünftel der CO2-Emissionen im Land Brandenburg stammen aus den beiden Kraftwerken Jänschwalde und Schwarze Pumpe. Die bestehenden Stromerzeugungskapazitäten könnten sogar ein sofortiges Abschalten von Jänschwalde ermöglichen, der BUND orientiert aber auf einen schrittweisen und sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung. Da in Jänschwalde jährlich 25 Millionen Tonnen Braunkohle verfeuert werden, würde ein Abschalten im Jahr 2020 dazu führen, dass die Braunkohle in den genehmigten Tagebauen Welzow-Süd I, Cottbus-Nord und Jänschwalde länger reichen würde. „Der Aufschluss neuer Tagebaue wäre dann überflüssig“, betont Kruschat.


Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331 – 237 00 141




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