BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


3. April 2013

BUND fordert Mittelvariante für B 96 in Fürstenberg

Der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat sich jetzt in die Diskussion um die Umgehungsstraße in Fürstenberg (Havel) eingeschaltet. Der BUND spricht sich ganz klar gegen die im Jahr 2004 linienbestimmte Westvariante aus.

Im Jahr 1996 hatten der BUND und andere Naturschutzverbände im Rahmen des Raumordnungsverfahrens eine Stellungnahme abgegeben. Darin heißt es: „Die einzige aus ökologischer und ökonomischer Sicht vertretbare Variante ist u. E. die Trasse 3 entlang des Bahndammes. Aus Natur- und Landschaftsschutzsicht ist sowohl die Ost- als auch die Westvariante nicht tragbar.“ Im Ergebnis des Raumordnungsverfahrens wurde 1997 eine Trasse empfohlen, die südlich der Stadt Fürstenberg in Drögen beginnt, östlich der Stadt verläuft und beim Umspannwerk die alte B 96 wieder erreicht.

Im Jahr 2004 war dann für die Westumfahrung das Linienbestimmungsverfahren abgeschlossen worden. Dagegen legt jetzt der BUND sein Veto ein. BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat: „Die Westvariante beansprucht auf etwa acht Kilometer Länge Wald sowie wertvolle Biotope. Diese Trasse würde das Landschaftsschutzgebiet „Fürstenberger Wald- und Seengebiet“ zerschneiden und Erholungsgebiete beeinträchtigen. Die Mittelvariante entspricht hingegen der Forderung der Bündelung von Bahn- und Straßentrassen und ist mit dem geringsten Naturverbrauch verbunden.“ Bereits im Jahr 1996 hatte die Umweltverträglichkeitsstudie die Mittelvariante als konfliktärmste Variante herausgearbeitet.

Für Rückfragen:
BUND-Landesgeschäftsstelle Brandenburg, Tel. 0331-237 00 141


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-fordert-mittelvariante-fuer-b-96-in-fuerstenberg/