22. November 2010

BUND fordert von Platzeck Zustimmung zur Luftverkehrssteuer im Bundesrat

Der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Ministerpräsident Platzeck aufgefordert, seinen Widerstand gegen die Einführung einer Luftverkehrssteuer aufzugeben. In einem Schreiben des BUND-Landesvorsitzenden Burkhard Voß heißt es: "Mit der Einführung der Luftverkehrssteuer von 8, 25 und 45 Euro für jeden von deutschen Flughäfen abfliegenden Fluggast - abhängig von der Entfernungsstufe - werden in Deutschland erstmals Subventionen für den umweltschädlichen Luftverkehr im Umfang von einer Milliarde Euro pro Jahr abgebaut. Obwohl dadurch der Umfang der Luftverkehrssubventionen nur um rund 10 Prozent reduziert wird, ist das ein wichtiger Schritt, der sowohl volkswirtschaftlich als auch ökologisch sehr sinnvoll ist. Weil der Luftverkehr für 4,9 Prozent des vom Menschen verursachten Treibhauseffekts verantwortlich ist, gibt es dringenden Handlungsbedarf."

Der Bundesrat entscheidet am 26. November über die Einführung der Luftverkehrssteuer ab dem 1. Januar 2011. In der Sitzung des Bundesrates am 15. Oktober hatten Rheinland-Pfalz, Berlin und Brandenburg die Luftverkehrssteuer noch abgelehnt. Der BUND weist darauf hin, dass durch die Steuer positive ökologische Signale gesetzt werden. Kurzstreckenflüge werden dadurch auf die Bahn verlagert. Der Fluglärm würde reduziert. Der BUND verweist auf SPD-Parteitagsbeschlüsse nach Einführung einer Luftverkehrssteuer.

Siehe auch:

bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/bundletter/20101109_verkehr_flugverkehrssteuer_hintergrund.pdf





Ihre Spende hilft.

Suche