BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


24. Januar 2008

BUND gegen Flugplatzausbau in Eberswalde-Finow

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die Pläne für den Ausbau des Flugplatzes Eberswalde-Finow für eine Startmasse von 85 Tonnen ab. In einer Stellungnahme an die Gemeinsame Landesplanungsabteilung heißt es: „Wegen der unzumutbaren Belastungen von Menschen, Fauna und Flora, der klimaschädigenden Wirkung des Luftverkehrs sowie der nicht nachgewiesenen planerischen Notwendigkeit lehnen wir den im Raumordnungsverfahren beantragten Ausbau des Verkehrslandeplatzes Finow zu einem Regionalflughafen ab.“ Ute Krakau von der BUND-Ortsgruppe Eberswalde fordert, dass aus klimapolitischen Gründen Kurzstreckenflüge auf andere Verkehrsträger verlagert werden müssen. Der BUND zweifelt die für 2021 prognostizierte Fluggastzahl von 2,2 Millionen angesichts der demografischen Entwicklung an. Der Flugplatzausbau würde zu Lärmbelastungen für angrenzende Wohngebiete führen und den naturverträglichen Tourismus gefährden.

Nach dem Entwurf des Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg sollen in Brandenburg keine neuen Flughäfen mit einer Startmasse über 14 Tonnen mehr genehmigt werden. Der BUND und andere Naturschutzverbände hatten ihre Stellungnahme fristgemäß abgegeben. Die Stadt Eberswalde hat eine Terminverlängerung bis zum 31. Januar 2008 erhalten. Am heutigen Donnerstag (24. Januar) berät die Stadtverordnetenversammlung über die Position der Stadt.

 

Pressekontakt: BUND-Ortsgruppe Eberswalde, Ute Krakau, Tel. (03334) 42 04 46

Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-23700141, E- Mail: bund.brandenburg@bund.net; Maik Heunsch, Pressestelle, Tel. 0331-23700142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net

 


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-gegen-flugplatzausbau-in-eberswalde-finow/