8. September 2011
BUND gratuliert
Am heutigen Tag werden drei Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement im Einsatz für Natur und Umwelt sowie die Stärkung des Umweltbewusstsein durch die Verleihung des Brandenburger Umweltpreises geehrt, darunter auch Frau Dr. Ursula Theiler, der im wesentlichen die Mobilisierung des Widerstandes gegen die Kleinmachnower Schleuse in den letzten zwei Jahren zu verdanken ist.
Mit der Preisverleihung wird ihr großes Engagement an der Spitze der Bürgerinitiative „Pro Kanallandschaft Kleinmachnower Schleuse“ gegen den Neubau der Kleinmachnower Schleuse gewürdigt und damit auch das Engagement der BI, der es nach gut 20 Jahren gelungen ist, den überzogenen Schleusenneubau für Rheinschubverbände zu unterbinden.
Die Kleinmachnower Schleuse und somit auch der Teltowkanal, Havel und Spree sollten nach den überzogenen Ausbauplänen der Wendezeit im Rahmen des „Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 17“ für große Rheinschiffe ausgebaut werden. Dagegen bildete sich eine große Protestbewegung mit etwa 50 Verbänden und Organisationen im „Aktionsbündnis gegen den Havelausbau“, zu der auch die Kleinmachnower Bürgerinitiative gehört.
„Bemerkenswert ist sicherlich, dass die Landesregierung bezogen auf den Ausbau der „Wasserstraßen“ nicht in einer Sprache spricht, denn Verkehrsminister Vogelsänger fordert nach wie vor den Totalausbau bis zur Oder“, so Burkhard Voß, Vorsitzender des BUND Brandenburg.
„Ohne das große jahrelange Engagement der Bürger wären heute Havel und Spree für die großen Rheinschubverbände ausgebaut und selbst die Glienicker Brücke durch einen Neubau ersetzt worden. Somit konnten in Berlin und Brandenburg ca. 200 alte Bäume erhalten, sinnlose Naturzerstörungen unterbunden und ein einzigartiges Landschaftsbild für zukünftige Generationen gesichert werden. Dies zeigt, dass sich bürgerliches Engagement lohnt“, ergänzt Winfried Lücking, Leiter BUND Flussbüro.
Für Rückfragen:
BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331 – 237 00 141
Winfried Lücking, Tel. 030 – 275 86 465