BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


26. November 2010

BUND hält Platzecks Aussagen zum Fluglärm für unglaubwürdig

Der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den Widerstand von Ministerpräsident Platzeck gegen die Einführung einer Luftverkehrssteuer kritisiert. BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat: "Wenn der Landesregierung wirklich der Schutz der Brandenburgerinnen und Brandenburger vor Fluglärm am Herzen liegen würde, müsste das Land Brandenburg der Einführung der Luftverkehrssteuer bei der heutigen Beratung im Bundesrat zustimmen." Statt dessen versucht das Land Brandenburg gemeinsam mit den Ländern Berlin und Rheinland-Pfalz die Steuer in Höhe von 8, 25 und 45 Euro für jeden Fluggast zu verhindern. In der Drucksache machen sich die drei Länder für eine Ausweitung des klimaschädlichen Luftverkehrs stark. Kruschat hält angesichts dieser Lobbypolitik die öffentlichen Beteuerungen, sich für den Lärmschutz der Anwohnerinnen und Anwohner des Flughafens Schönefeld einzusetzen, für unglaubwürdig.

Bereits in der vergangenen Woche hatte sich der BUND-Landesvorsitzende Burkhard Voß mit einem Brief an Platzeck gewandt und ihn aufgefordert, der Flugsteuer zuzustimmen. In dem Brief heißt es: "Die Luftverkehrssteuer setzt positive ökologische Signale und trägt zu einer Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn bei."

Siehe auch: bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/bundletter/20101109_verkehr_flugverkehrssteuer_hintergrund.pdf




Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-haelt-platzecks-aussagen-zum-fluglaerm-fuer-unglaubwuerdig/