27. März 2008

BUND spricht sich gegen Hähnchenmastanlage in Jabel aus

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Brandenburg hat im Genehmigungsverfahren für die geplante Hähnchenmastanlage in Jabel Bedenken erhoben.

Der Umweltverband lehnt den Stallkomplex für knapp eine halbe Million Hähnchen aus Gründen des Natur- und Tierschutzes ab. Die Einwendung, die von den Rechtsanwälten Peter Krämer und Ulrich Werner für den BUND und weitere Einwender verfasst wurde, äußert ernsthafte Bedenken aus der Sicht des Bauplanungs-, des Immissionsschutz- und des Abfallrechtes.

BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat: „Die Anlage ist mit den Vorgaben des deutschen Tierschutzrechtes nicht vereinbar.“ Er verweist darauf, dass für einen Broiler nur 478 Quadratzentimeter nutzbare Fläche zur Verfügung stehen würden. Das ist weniger als die Fläche eines DIN A 4–Blattes mit 620 Quadratzentimetern. Für Legehennen ist immerhin eine Fläche von 1111 Quadratzentimetern vorgeschrieben.

Der Naturschutzverband kritisiert die Unvollständigkeit der Umweltverträglichkeitsstudie, die beispielsweise über die Vogelwelt nur unzureichende Aussagen enthält. Durch Stickstoffeinträge würden benachbarte Baumreihen und Obstbaumbestände gefährdet. Im Untersuchungsgebiet befinden sich wertvolle Biotope, die durch die Mastanlage beeinträchtigt werden können.

Mit seiner Einwendung will der BUND die Bürgerinitiative „Keine Hähnchenmastanlage in Jabel“ unterstützen, die sich beispielsweise wegen der Geruchsbelästigungen und den Gesundheitsgefahren gegen die Planungen ausspricht. Für die Erörterung der möglichen Einwendungen kann das Landesumweltamt einen Erörterungstermin durchführen. Dieser wird voraussichtlich am 15. Mai im Rathaus in Wittstock stattfinden.

 

Pressekontakt:

Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-23700141, E- Mail: bund.brandenburg@bund.net; Maik Heunsch, Pressestelle, Tel. 0331-23700142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net

 




Ihre Spende hilft.

Suche