BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


6. August 2009

BUND und BISF schreiben an Platzeck

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative Schönes Falkensee (BISF) haben sich mit einem Offenen Brief an den Ministerpräsidenten Matthias Platzeck gewandt, in dem die Versäumnisse des Landes bei der Anbindung des Brunsbütteler Damms an die Landesstraße L 20 bei Dallgow-Döberitz angeprangert werden. Der Offene Brief fordert Platzeck auf, "ein Machtwort zu sprechen" und das Problem des fehlenden Lückenschlusses zwischen der Landesgrenze und der Südumfahrung Falkensees über eine Entfernung von ca. 700 m auf höchster Ebene zu lösen.

Im Schreiben von BUND und BISF wird erläutert, dass mit der Verbindung Verkehrsflüsse zwischen Dallgow-Döberitz, Falkensee und Berlin-Spandau und damit zwischen Brandenburg und der deutschen Hauptstadt deutlich verbessert werden würden. Moniert wird, dass die Straße von vielen Betroffenen vor Ort gefordert wird, doch das Land Brandenburg aus unerklärlichen Gründen nicht reagiert. Der seit mehreren Jahren abgeschlossene vierspurige Ausbau des Brunsbütteler Damms auf Berliner Seite, der direkt an der Landesgrenze in einem Wendehammer endet, sei "aus Sicht umweltbewusster Bürger ein wahrer Schildbürgerstreich und würde einmal mehr ein Versagen der länderübergreifenden Planungen bedeuten".
Dies gilt umso mehr, als jetzt auf dem betreffenden Gebiet des ehemaligen Flugplatzes Staaken ein (länderübergreifender!) Solarpark geplant wird. Die Verantwortlichen in Dallgow-Döberitz haben wegweisend eine Trasse für die Straßenanbindung freigehalten. Die beiden Initiativen sehen das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung (MIR) des Landes Brandenburg und den Landesbetrieb für Straßenwesen in Potsdam in der Pflicht, sich dieses Themas ernsthaft anzunehmen. Denn eine freie Trasse durch den Solarpark ohne Straßenausbau sei den Bürgern nicht zu vermitteln.

Durch die Staatskanzlei wurde der Brief, der die Unterschriften des BUND-Landesvorsitzenden Burkhard Voß, des 1. Vorsitzenden der BISF Günter Chodzinski und von Antje Töpfer von der BUND-Ortsgruppe Falkensee trägt, an das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung zur Beantwortung weitergeleitet.

(Auf Wunsch faxen wir Ihnen gern den Wortlaut des Briefes zu.)

Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle Brandenburg,
Tel. 0331 – 237 00 141



Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-und-bisf-schreiben-an-platzeck/