6. November 2008
BUND: Vattenfall „kauft“ Kinderunterschriften mit Teddybären
Unseriös und mit unlauteren Mitteln sammelt Vattenfall Unterschriften für den Klimaschutz. Gestern wurden auf dem Alexanderplatz Kinderunterschriften mit Teddybären „erkauft“. So lockten die Promoterinnen und Promoter von Vattenfall Kinder mit Teddybären an, die diese als Belohnung für ihre Unterschrift erhielten.
Den 7- bis 8-jährigen dürften die von ihnen unterschriebenen Forderungen von Vattenfall nicht bekannt sein. Sowenig wie Vattenfall sich offensichtsichtlich für den Kinderschutz verantwortlich zeigt, übernimmt das Unternehmen auch keine Verantwortung für den Klimaschutz. Zwar glauben die Unterzeichner, den Klimaschutz zu unterstützen, aber im Gegenteil, die Forderungen von Vattenfall verhindern wirkungsvolle Klimaschutzpolitik: So wird mit der Forderung nach einem weltweiten einheitlichen Preis für CO2-Zertifikate, der Zertifikathandel erst einmal ausgebremst.
Bis sich alle Staaten geeinigt haben, kann weiterhin Kohle verbrannt werden. Im Übrigen kämpft Vattenfall in Europa für kostenlose Zertifikate. Vattenfalls Forderung, mit Steuermitteln, klimafreundliche Technologien zu fördern, soll die Milliarden-Euro-teure CO2-Abschneidetechnik finanzieren, die es vielleicht ermöglicht, Kohlendioxid unter der Erde zu deponieren. Geld, was dann für effektive Klimaschutztechnik fehlt. Die Forderung nach Klimaschutzstandards für Produkte, bedeutet die Verantwortung an dieVerbraucher abzugeben. Vattenfall hätte damit nichts mehr zu tun.
Für Rückfragen: BUND-Pressestelle, Carmen Schultze, fon: (030) 78 79 00-12, mobil: 0179-593 59 12. Referent Klimapolitik, Ulf Sieberg, fon: (030) 78 79 00-51, mobil: 0160-919 624 71