24. Oktober 2008

BUND: Vattenfall setzt auf Dinosaurier-Technologie

Kruschat betont, dass ab 2013 die Emissionsrechte für die Freisetzung von Kohlendioxid vollständig versteigert werden. In der aktuellen Handelsperiode wurden bereits Preise für ein Zertifikat zur Freisetzung einer Tonne CO2 von 27 Euro erreicht. Dieser Preis dürfte sich in den nächsten fünf Jahren auf über 30 Euro erhöhen. In der Prognos-Studie werden diese Zusammenhänge leider verschwiegen. Im Bericht der Landesregierung "Energiestrategie 2020 des Landes Brandenburg" wurde eingeräumt, dass bei solchen Preisen die Braunkohle nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Kruschat bezeichnet daher die Braunkohleverstromung als Dinosaurier-Technologie.

Die Gutachten der Prognos AG stützten in der Vergangenheit stets die Interessen der Nutzer konventioneller Energieträger. Im Energiereport III aus dem Jahr 2000 heißt es: "So wird für das Jahr 2020 von einer installierten Leistung der Windkraft von 11,8 GW ausgegangen. Das Potential wird dann weitgehend erschöpft sein." Im Energiereport IV musste Prognos 2005 einräumen: "Die installierte Leistung der Windkraft betrug Ende des Jahres 2004 bereits 14,6 GW." Im Jahr 2008 wurden 22,8 Gigawatt erreicht.

Der BUND fordert ein sofortiges Umsteuern in der Energiepolitik und einen mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung. Kruschat ruft daher alle Brandenburger dazu auf, das Volksbegehren "Keine neuen Tagebaue - für eine zukunftsfähige Energiepolitik" in ihrem Einwohnermeldeamt zu unterzeichnen. Für den Erfolg des Volksbegehrens werden bis zum 9. Februar 80 000 Unterschriften benötigt.

www.keine-neuen-tagebaue.de

BUND LV Brandenburg
Friedrich - Ebert - Straße 114a
14467 Potsdam

Tel: 0331 / 237 00 141
Fax: 0331 / 237 00 145




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