23. September 2011
BUND: Weg für echten Klimaschutz ist frei
Der BUND begrüßt die Ablehnung des CCS-Gesetzes durch den Bundesrat. „Statt auf eine unsichere und unausgereifte Technologie kann man in der Bundesrepublik jetzt auf die echten Alternativen für Klimaschutz und Energieversorgung setzen,“ so Axel Kruschat, BUND-Geschäftsführer in Brandenburg.
Der Bundestag sollte jetzt so schnell wie möglich ein CCS-Verbotsgesetz auf den Weg bringen, um einem Vertragsverletzungsverfahren durch die EU-Kommission zuvor zukommen.
Wenn Brandenburg seine selbstgesteckten Klimaschutzziele erfüllen will, dann muss 2020 das Braunkohlenkraftwerk Jänschwalde außer Betrieb genommen werden. Damit würden ca. 25 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr eingespart werden. Gleichzeitig würde der Braunkohlebedarf um fast die gleiche Menge sinken. Neue Tagebaue, die jetzt schon fragwürdig sind, würden definitiv nicht mehr gebraucht. Es könnte auf Naturzerstörung und Umsiedlung verzichtet werden. Jänschwalde wird schon jetzt nicht mehr für die Energieversorgung benötigt. Um die Stilllegung sozialverträglich zu gestalten, sollte ein Zeitraum von ca. 10 Jahren ins Auge gefasst werden.
Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331 – 237 00 141