5. Dezember 2008

Der Klimawandel übertrifft die schlimmsten Befürchtungen- die Zeit drängt, deshalb jetzt handeln!

Die Indikatoren für den Klimawandel übertreffen die schlimmsten Befürchtungen der Klimaforscher. Die Treibhausgase in der Atmosphäre sind in den letzten Jahren sogar wieder gestiegen. Laut Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung schmolz das arktische Eis 2007 auf ein nicht vorhergesehenes Rekordminimum, während der Meeresspiegel stärker als vorhergesagt anstieg.

Alle Klimaforscher betonen, dass die Zeit, den Klimawandel abzumildern davonrennt und Nichtstun Billionen kosten wird. Doch anstatt eine Energiewende einzuleiten, vertröstet die Landesregierung die Bevölkerung auf später, setzt weiter auf die klimaschädliche Braunkohleverstromung und will neue Tagebaue erschließen. Allein die beiden märkischen Braunkohlekraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe pusten jedes Jahr rund 36 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre. Die Braunkohle macht Brandenburg pro Kopf zu einem schlimmeren Klimaverschmutzer als die USA. Wir rufen die Brandenburgerinnen und Brandenburger auf, das nicht länger hinzunehmen.


Anlässlich der UN-Klimakonferenz und des morgigen bundesweiten Klimaaktionstages machten heute von der Abbaggerung bedrohte Lausitzerinnen und Lausitzer Am Alten Markt in Potsdam mit einem symbolischen Umzug auf ihre Situation und das Volksbegehren aufmerksam. Vor Ort sagte ULRIKE MEHL, stellvertretende Bundesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Mitorganisator des Volksbegehrens ist:


"Brandenburg wird in eine Sackgasse manövriert, wenn das Land weiter auf die Braunkohle statt auf Energiewende setzt. Gerade wird in Poznan über den weltweiten Klimaschutz nach 2012 verhandelt. Brandenburg muss seine Pro-Kopf-Emissionen, die jetzt über denen der USA liegen, konsequent senken. Das geht nur über den mittelfristigen Ausstieg aus dem klimaschädlichsten aller Energieträger, der Kohle. Vattenfall und die anderen Energiekonzerne behaupten, dass neue Technologie zur Abscheidung und geologischen Speicherung von CO2, kurz CCS, die Kohleverstromung sauber konkurrenzfähig machen würde. Richtig ist 1.), dass die Technik für das Erreichen der deutschen Klimaziele zu spät kommt, 2.) sehr teuer und aufwendig ist, und 3.), dass durch CCS bis zu 40% mehr Kohle in den Kraftwerken eingesetzt werden müsste. CCS würde daher den Druck für mehr Braunkohleabbau und mehr Tagebaue erhöhen - mit den bekannten dramatischen Folgen für die Lausitz und andere deutsche Tagebau-Gebiete."


Meldeamtsuche und Öffnungszeiten unter: www.keine-neuen-tagebaue.de





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