BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


12. Juli 2013

Ergebnisse des Kandidatenchecks im Wahlkreis 62 (LDS-TF III-OSL I)

Zur Bundestagswahl befragte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auch die Direktkandidatinnen und Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien im Wahlkreis 62, der den Landkreis Dahme-Spreewald, den Kreis Teltow-Fläming (ohne Großbeeren, Ludwigsfelde, Jüterbog und Niedergörsdorf) und die Stadt Lübbenau umfasst, zu ihren Positionen zu ökologischen Themen.

Tina Fischer (SPD), Steffen Kühne (LINKE) und Andreas Rieger (GRÜNE) unterstützen die Forderungen des BUND nach Beschleunigung der Energiewende, mehr Bürgerbeteiligung und gegen Massentierhaltung. Sie setzen sich auch für die Lösung des Problems der Verockerung der Spree, den Ausstieg aus dem Braunkohlenabbau bis 2040 und ein Verbot der Erdgas- und Erdölgewinnung durch Fracking ein.

Jana Schimke (CDU) äußert sich differenzierter. Eine Beschleunigung der Energiewende lehnt sie ab: „Die Energiewende in Gang zu bringen war und ist richtig. Dabei birgt gerade eine Beschleunigung die Gefahr noch höherer Kosten für die Bürger und Unternehmen.“ Die Positionen des BUND zur Massentierhaltung und zur Bürgerbeteiligung unterstützt sie und schreibt: „Die Bundesregierung hat mit dem 'Gesetz zur Verbesserung der Öffentlichkeitsbeteiligung und Vereinheitlichung von Planfeststellungsverfahren' für eine bessere Einbindung von Bürgern gesorgt und damit die Konsequenzen aus Protesten gegenüber verschiedenen Großprojekten in Deutschland gezogen.“ Zur Verockerung der Spree, zum Braunkohlenausstieg und zum Fracking-Verbot ist sie unentschieden.

Tina Fischer (SPD) schreibt zum Braunkohlenabbau und zur braunen Spree: "Natürlich bin ich für eine Verringerung der Schadstoffbelastung. Aus der Braunkohleverstromung werden wir erst aussteigen können, wenn die erneuerbaren Energien großtechnisch speicherbar sind."

Andreas Rieger (GRÜNE) meint zur Bürgerbeteiligung: „Bürgerbeteiligung alleine reicht nicht aus. Fachlich kompetente Vorbereitung, Begleitung und Ausführung gehört zwingend dazu, sonst wird Bürgerbeteiligung zum Feigenblatt und Demokratiemonster.“

Die vollständigen Antworten finden Sie hier.

Alice Löning (FDP) hat bis zum Wahltag ihre Antworten nicht veröffentlicht.



Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/ergebnisse-des-kandidatenchecks-im-wahlkreis-62-lds-tf-iii-osl-i/