BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


26. Juni 2013

Führung durch eine umgesetzte Wasserrückhaltemaßnahme im Naturpark Barnim - BUND zeigt Moorrenaturierungsmaßnahme

Moore haben einen schier unerschöpflichen Wert im Haushalt der Natur: sei es als natürlicher Wasserrückhalt zur Hochwasservorsorge, als Nähr- und Schadstofffilter oder als Lebensraum für viele spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. Intakte Moore leisten außerdem als Kohlenstoffspeicher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die im Moor lebenden Pflanzen nehmen während ihres Wachstums Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf. Wenn aus den abgestorbenen Pflanzenresten Torf entsteht, wird darin auch der Kohlenstoff gebunden und eingelagert. Aus diesen Gründen sind Moore einzigartige und besonders wertvolle Lebensräume, die jedoch durch Entwässerung und Torfabbau gefährdet sind.

Mit dem Ziel des Erhalts und der Renaturierung von Moorflächen werden nun Maßnahmen zum Wasserrückhalt durch den BUND Brandenburg umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Landesumweltamt (LUGV) wurden zwei Projektgebiete, das Trämmerfließ im Landkreis Barnim am Großen Lotzinsee und das Heidemoor Hennersdorf im Landkreis Elbe-Elster bei Finsterwalde, ausgewählt. Eine Förderung der Maßnahmen durch das Programm Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) von Land und EU wurde teilweise schon bewilligt.

Um interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Bedeutung des Moorschutzes und der Umsetzung von Moorrenaturierungsmaßnahmen näher zu bringen, werden wir nahe des Ortes Prenden eine vom Wasser-und Bodenverband Finowfließ umgesetzte Wasserrückhaltemaßnahme kennenlernen. Bei einer Begehung im Landschaftsschutzgebiet Wandlitz-Biesenthal-Prendener Seengebiet wird uns Stephan Reimann (Verbandsingenieur Landschaftswasserhaushalt) die bauliche Maßnahme sowie die dadurch bereits erwirkten Veränderungen im Gebiet zeigen. In der Diskussion vor Ort erhalten Sie weitere Informationen dazu, wie Sie sich selbst aktiv in den Moorschutz einbringen können.

Die Begehung wird ca. 3 Stunden (ca. 6 km Fußweg) dauern. Treffpunkt ist am Samstag, den 13. Juli 2013 um 10 Uhr an der Nordspitze des Strehlesees bei der Seenfischerei Prenden (Mühlengasse in Prenden). Bitte Gummistiefel oder festes, mindestens knöchelhohes Schuhwerk, sowie feste Kleidung mitbringen!

Für Rückfragen: BUND Brandenburg, Felix Reyhl, 0331-23 700 142, bund.brandenburg@bund.net 


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/fuehrung-durch-eine-umgesetzte-wasserrueckhaltemassnahme-im-naturpark-barnim-bund-zeigt-moorrenatu/