8. April 2009
Jetzt ist Pflanzzeit!
Selbst im kleinsten Vorgarten ist Platz für einige Stauden und Sommerblumen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist darauf hin, dass Vorgärten nicht nur Erholungsraum für die Anwohner sind, sondern auch ausgleichend auf das Kleinklima wirken. Der Geschäftsführer des BUND Brandenburg Axel Kruschat: „Der Garten ist Lebensraum für viele Vögel und Insekten.“ Wer etwas mehr Platz hat, kann auch Sträucher oder kleinkronige Bäume pflanzen.
Durch Wand- und Dachbegrünung können auch Gebäude ökologisch aufgewertet werden. So erhalten Fassaden durch Kletter- oder Schlingpflanzen einen individuellen Charakter. Kruschat weist darauf hin, dass begrünte Hauswände auch eine gute wärmedämmende Wirkung haben. Ein ausreichend großes Pflanzloch, eine Bodenverbesserung mit Kompost und regelmäßiges Gießen dürfen nicht vergessen werden. Bei der Dachbegrünung sind die Tragfähigkeit des Gebäudes und die Dachneigung zu berücksichtigen. Auf der Garage oder dem Carport, dem Schuppen oder dem Bungalow ein Wildpflanzendach anzulegen, ist nicht schwierig.
Aber auch auf dem Balkon lässt sich durch vielseitige Bepflanzung der Blumenkästen eine grüne Oase schaffen. Der BUND ruft jedoch dazu auf, auf Torferde zu verzichten, da durch den Torfabbau wertvolle Moore zerstört werden. Außerdem plädiert der Umweltverband für den Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel.
Der BUND hat einige Broschüren mit praktischen Tipps und Tabellen geeigneter Balkonpflanzen, Gehölze, Stauden, Rank- und Kletterpflanzen herausgegeben. Die Hefte mit den Titeln „Städtische Vorgärten“, „Lebendiger Balkon“ sowie „Grün auf Wand und Dach“ können kostenlos bei der BUND-Landesgeschäftsstelle Brandenburg, Friedrich-Ebert-Straße 114 a, 14467 Potsdam, Tel. (0331) 237 00 141, bund.brandenburg@bund.net bestellt werden.