BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


19. April 2010

Percy Schmeiser ruft zum Kampf gegen Gentechnik auf

Der bekannte kanadische Farmer Percy Schmeiser berichtete heute in Potsdam über seinen Kampf gegen den Argochemiekonzern Monsanto. Er stellte dar, dass es in Kanada inzwischen keinen gentechnikfreien Raps mehr gibt. Genveränderungen übertragen sich fortwährend über Pollenflug auf die herkömmlichen Pflanzen. Wenn auf den Siegeszug der Gentechnik in Kanada hingewiesen wird, wird meist verschwiegen, dass dies keine freiwillige Entscheidung der Farmer ist. Vielmehr haben die Landwirte wegen der flächendeckenden Kontamination durch Genpflanzen keine Möglichkeit mehr, sich für gentechnikfreie Kulturen zu entscheiden.

Der BUND-Bundesvorsitzende Hubert Weiger verwies darauf, dass es noch nicht zu spät ist, den großflächigen Anbau von gentechnisch veränderten Kulturen in Deutschland zu stoppen. Gerade in Brandenburg habe sich in den letzten zwei Jahrzehnten der Ökolandbau gut entwickelt. Durch die Produktion von biologisch hergestellten Produkten seien viele Arbeitsplätze erhalten worden. Diese Entwicklung dürfe nicht gefährdet werden.
 
BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat: „Die Schilderungen von Schmeiser haben gezeigt, dass eine Koexistenz von konventioneller oder biologischer Landwirtschaft und dem Anbau von Gentechkulturen nicht möglich ist.“

Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331 – 237 00 141


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/percy-schmeiser-ruft-zum-engagement-gegen-gentechnik-auf/