9. November 2010
Petition gegen das Verkaufsverbot für Heilpflanzen
Laut der Europäischen Richtlinie zur Verwendung Traditioneller und Pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD) wird ab dem 1. April 2011 der Verkauf aller Mittel aus Heilpflanzen in der EU verboten, die nicht lizenziert sind. Es handelt sich um eine Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für traditionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden. Damit werden Naturprodukte zu medizinischen Produkten umdeklariert, die über aufwändige und teure Zulassungsverfahren eine THMPD-Registrierung erhalten müssen, um weiterhin legal gehandelt werden zu können.
Dazu sagt Christine Arndt vom BUND Brandenburg: „Es ist zu befürchten, dass auf diese Weise ein Großteil der Naturheilmittel vom Markt verdrängt wird“. Der BUND ruft daher alle Bundesbürger dazu auf, bis zum 11. November die e-Petition gegen das Verkaufsverbot für Heilpflanzen zu unterzeichnen. Um Missbrauch zu vermeiden, ist hierzu eine unkomplizierte Anmeldung auf den Internetseiten des Deutschen Bundestages nötig. Bisher haben bereits mehr als 86.000 Menschen die Petition unterstützt. Tragen auch Sie positiv zur Zukunft der Verwendung von Heilpflanzen bei!
Für Rückfragen: BUND-Landesgeschäftsstelle, Tel. 0331-237 00 141