BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


28. März 2007

Russisches Roulette der Landesregierung im Klimaschutz

BUND Brandenburg fordert die Landesregierung auf endlich den Ausstieg aus der Braunkohle anzupacken.

Das weitere Festhalten an der klimaschädlichen Braunkohleverstromung stößt beim BUND auf absolutes Unverständnis. Bis heute gibt es keine „clean coal“ Technologie. Es ist nicht abzusehen, ob die Technik der CO2-Sequestierung jemals einsatzfähig sein wird. Sollte sie in 10-15 Jahren zum Einsatz kommen, könnte es längst zu spät sein. Die Kosten, sowie die betriebswirtschaftliche Rentabilität für ein zukünftiges „clean-coal“ Kraftwerk, sind weiterhin ungeklärt. Für die vorhandenen Kraftwerke wird die Technologie nicht geplant und ein internationaler Emissionshandel ist bis heute nicht vorhanden. Laut Vattenvall ist der internationale Emissionshandel jedoch eine Grundvoraussetzung für einen funktionierenden industriellen Klimaschutz.

Neben der ungelösten CO2-Problematik gibt es auch weiterhin die allgegenwärtigen Konflikte des Tagebaus, wie Folgekosten in Milliardenhöhe, Grundwasserabsenkung, Tendenz zur Versteppung und Zerstörung von jahrhundertealter Kultur und Landschaft.

„Es gibt keine Technologie, keinen internationalen Emissionshandel, keine betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und keine 10-15 Jahre Zeit. Das vorgelegte Konzept der Landesregierung wird somit zum Russischen Roulette,“ so Burkhard Voß der Landesvorsitzende vom BUND Brandenburg. Er fordert deshalb dazu auf, ein Alternativkonzept und ein Ausstiegsszenario aus der Braunkohle vorzulegen.

„Alle Welt redet von Klimawandel aber Brandenburg macht energiepolitisch weiter wie bisher. Es ist eine mediale Farce, allwöchentlich den Ernst der Lage zu beschwören, aber die Braunkohlever-stromung weiter als ‚heilige Kuh’ des Landes anzusehen. Die Landesregierung muss endlich den Mut aufbringen die Kohleindustrie in die gesellschaftliche Verantwortung zu nehmen, so wie sie dies von allen Brandenburger Bürgern einfordert“, so der Landesvorsitzende Voß.

 

 

Pressekontakt: Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-23700141, E- Mail: bund.brandenburg@bund.net; Maik Heunsch, Pressestelle, Tel. 0331-23700142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net

 


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/russisches-roulette-der-landesregierung-im-klimaschutz/