BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


23. Oktober 2009

Umweltverbände starten Online-Aktion gegen rot-rote Braunkohlepolitik

Linke soll an ihr Wahlversprechen erinnert werden, keine neuen
Braunkohletagebaue zu genehmigen / Bereits 3000 Emails innerhalb eines
Tages verschickt

Mehrere Umweltverbände und die Klima-Allianz haben eine Online-Aktion gegen die Braunkohlepolitik der künftigen rot-roten Landesregierung in Brandenburg gestartet. Mit Emails soll die Brandenburger Linke an ihr Wahlversprechen erinnert werden, keine neuen Braunkohletagebaue zu genehmigen. In den Koalitionsverhandlungen mit der SPD war die Linke von diesem Wahlversprechen abgerückt. Innerhalb eines Tages wurden bereits knapp 3000 Emails an führende Linke-Politiker in Brandenburg versendet.

Die Emails sind an die Linke-Fraktions-Chefin Kerstin Kaiser, den Landesvorsitzenden Thomas Nord und die übrigen Verhandlungsführer/innen der Linken adressiert. Darin wird die Partei aufgefordert, wie versprochen bis zum Jahr 2040 aus der Braunkohleverstromung auszusteigen und die Pläne für neue Tagebaue zu stoppen. Die Protest-Emails können unter www.zukunft-statt-kohle.de abgesendet werden.

Die Online-Aktion wird vom BUND, der GRÜNEN LIGA, dem NABU, ROBIN WOOD, der KLIMA-ALLIANZ und dem Kampagnen-Netzwerk Campact unterstützt. Auch die Agenda 21 des Ortes Schenkendöbern ruft zur Beteiligung auf. Drei ihrer Ortsteile sind akut von Abbaggerung bedroht.

"Die Linke ist vor der SPD und dem Vattenfall-Konzern eingeknickt", kritisierte Ferdinand Dürr, Klimaexperte von Campact. "Von der versprochenen Energiewende kann nach den bisherigen Koalitionsvereinbarungen keine Rede mehr sein."

Der BUND-Landesgeschäftsführer Axel Kruschat sagte, neue Tagebaue seien mit dem Klimaschutz unvereinbar. "Sowohl SPD als auch Linke sind aufgefordert die Umsiedlungspläne für die Braunkohletagebaue zu stoppen. Ob nun mit oder ohne CCS Technologie sind Umsiedlungen für Braunkohletagebaue nicht mehr gerechtfertigt."

Daniel Häfner, Aktivist von ROBIN WOOD aus Cottbus: "Die Linkspartei enttäuscht mit ihren Absprachen viele Menschen in der Lausitz. Bei den Menschen in Dörfern, die von der Abbaggerung betroffen sind, erzeugt das viel Wut und hinterlässt ein Gefühl der Ohnmacht."

Ansprechpartner:
Daniel Häfner, ROBIN WOOD Cottbus: 0179-67 19 016
Axel Kruschat, BUND-Landesgeschäftsführer: 0179-59 11 698
Ferdinand Dürr, Campact-Klimaexperte: 0176-217 19 335


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/umweltverbaende-starten-online-aktion-gegen-rot-rote-braunkohlepolitik/