BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


14. Februar 2008

Woidke muss gegen neues Gentechnikgesetz stimmen

Das vom Bundestag bereits im Januar verabschiedete neu novellierte Gentechnikgesetz soll morgen den Bundesrat passieren. Der BUND Brandenburg fordert Minister Woidke auf gegen das Gesetz zu stimmen und sich für gentechnikfreie Regionen in Brandenburg einzusetzen.

Am 25. Januar novellierte der Bundestag das neue Gentechnikgesetz. Bereits morgen stimmt der Bundesrat darüber ab. Passiert das neue Gentechnikgesetz den Bundesrat werden es Brandenburger Landwirte, die gentechnikfrei wirtschaften wollen, in Zukunft schwerer haben. Notwendige Koexistenzmaßnahmen eines Genfeldes zu einem herkömmlichen oder biologisch bewirtschafteten Feld können in Zukunft durch private Absprachen unterlaufen werden. Auch die bloße Nichtäußerung eines benachbarten Landwirtes gilt zukünftig bereits als dessen Zustimmung.

Der BUND Brandenburg fordert Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke (SPD) dazu auf, sich im Sinne Brandenburgs und der heimischen Bauern gegen das Gesetz im Bundesrat stark zu machen.

Weiterhin ruft der BUND Brandenburg alle Landwirte dazu auf, gentechnikfreie Regionen zu gründen. In Brandenburg gibt es bereits 6 Regionen die auf Gentechnik in der Landwirtschaft verzichten: Uckermark-Barnim, Spreewald, Märkisch Oderland, Stechlin-Ruppiner Land und Felder ohne Gentechnik im Fläming. Weitere Infos unter: www.gentechnikfreie-regionen.de

Vor wenigen Tagen haben nun auch Parchim und die Prignitz eine gentechnikfreie Region gegründet. Bauern von fünf landwirtschaftlichen Betrieben in der Prignitz und im südlichen Landkreis Parchim haben sich dazu zusammengeschlossen.

 

Pressekontakt: Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer, Tel. 0331-23700141, E- Mail: bund.brandenburg@bund.net; Maik Heunsch, Pressestelle, Tel. 0331-23700142, E-Mail: presse.brandenburg@bund.net

 


Quelle: http://archiv.bund-brandenburg.de/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/woidke-muss-gegen-neues-gentechnikgesetz-stimmen/